Unruhe ist Bürgerpflicht
Kritisch und wachsam

ERGEBNISOFFENE DEBATTE





Politische Schaumschlägerei - SPD Was Nun?
Anmerkungen von Thorsten Hild zu einem Interview auf Spiegel Online mit Frank Steinmeier am 9.10.11

Steinmeier: "Ich bin bis heute der Meinung, dass die sieben Jahre der rot-grünen Bundesregierung das Land vorangebracht haben."

Anmerkung: Was interessieren Steinmeier die 23 Prozent Wahlergebnis von gestern, die ja wohl unzweideutig aussagten, dass die Mehrheit der Wahlberechtigten nicht eben der Auffassung waren, dass die rot-grüne Bundesregierung das Land vorangebracht hat! Wofür sich Steinmeier ja sogleich mit dem Fraktionsvorsitz belohnte und gern auch gleich den Parteivorsitz mit übernommen hätte. Ein lupenreiner Demokrat das!

Steinmeier: "Die Grünen haben eine andere Gründungsgeschichte als die SPD, und ihre Wähler erwarten eine Haltung, in der sich die Gründungsgeschichte der Partei widerspiegelt."

Anmerkung: Interessant, dass Steinmeier letzteren Gedanken nicht auch auf die SPD bezieht: dass auch die Wählerinnen und Wähler der SPD doch wohl eine Haltung erwarten, in der sich die Gründungsgeschichte der Partei widerspiegelt - ich meine nicht die von Ebert und Noske, sondern eher in den Worten Willy Brandts: "Die sozialen Grundrechte sollen Wirklichkeit werden. Planung, Mitbestimmung und demokratische Kontrolle müssen schließlich die Qualität unserer Gemeinschaft bestimmen."

Steinmeier: "Wichtiger für mich ist, dass sich die SPD nicht nur von den Grünen, sondern von der politischen Konkurrenz insgesamt unterscheidet. Das heißt: Keinem nachlaufen, sondern mit den 150 Jahren Erfahrung, die nur sie hat, unter immer veränderten Bedingungen - auf der Höhe der Zeit - gegen Klientelinteressen, gegen Populismus Politik machen zwischen den Leitplanken von sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Vernunft."

Anmerkung: Wenn Steinmeier das ehrlich meint, wie passt das zusammen mit dem ersten Zitat oben? In die "sieben Jahre der rot-grünen Bundesregierung" fielen immerhin eine Spitzensteuersatzsenkung von 53 auf 42 %, die verfassungswidrigen, jetzt von der Bundesregierung notdürftig geänderten Hartz-Gesetze, die Zerstörung der Rentenformel  - die Rentenarmut ist SPD-gemacht! - und Förderung privater Versicherungen, die vehemente Abwehrhaltung gegenüber einer Börsenumsatzsteuer und gegenüber der Wiedererhebung einer Vermögenssteuer, Unternehmenssteuersenkungen, Steuerbefreiung von Veräußerungsgewinnen, eine unüberlegte und maßlose Bankenrettung und und und...Wenn das keine "Klientelpolitik" war.

Steinmeier: "Wir erleben die tiefste Krise nicht nur der Währungsunion, sondern der Europäischen Union seit ihrem Bestehen. Ich gehe davon aus, dass wir mit den Konsequenzen dieser Krise mehr als zehn Jahre zu kämpfen haben werden. Welche Entscheidungen wir noch zu fällen haben, ist deshalb für niemanden abzusehen."

Anmerkung: Mit diesen Worthülsen steht Steinmeier nicht besser da als die Regierung.

Steinmeier: "Wir werden nicht zu allem, was in Berlin und Brüssel ausgehandelt wird Ja und Amen sagen, es muss schon in die richtige Richtung gehen. Und diese haben wir mehr als einmal und sehr viel ehrlicher als die Bundesregierung formuliert. Unsere Grundhaltung ist aber klar: Wir sind eine entschieden proeuropäische Partei."

Anmerkung: Die SPD hat keineswegs irgendwann einmal eine geschlossene, erkennbare und damit auch keine "sehr viel ehrlichere" Richtung formuliert als die Bundesregierung.

Fazit: Steinmeier hat in diesem Interview praktisch nichts gesagt, nichts darüber, welche Politik die SPD konkret machen möchte, woher sie kommt und wohin sie gehen möchte, sobald sie an die Regierung kommen sollte.



STEINBRÜCK, soll es werden - welch ein Graus!



Erst biedert Steinbrück sich selbst wie blöd an und dann soll ihm Helmut Schmidt helfen.

Das Gegenteil ist eher der Fall. (Ist das vielleicht Absicht?)

Da soll jemand Kanzler werden, der lediglich mal etwas von Hedgefonds usw. gehört hat. Peer Steinbrück und natürlich Merkel haben die Bürger in 2008 aus Angst belogen, dass diese ihre Ersparnisse von den Banken abziehen. Hat ja geklappt, leider. Die Bürger hätten ihre Konten räumen sollen und damit die Banken in die Knie gezwungen. Das können sie jedoch noch nachholen, jetzt!


Ein Kanzlerkandidat, dessen Wissen sich auf ein Gebiet beschränkt, ist nicht als solcher zu gebrauchen.

Und immer und immer wieder ignoriert er das Parlament, wie die Bundestagsverwaltung dieser Tage(Oktober 2011) feststellt:

Steinbrück: Honorarvortrag Nummer 60

SPIEGEL-Interview, Jauch-Auftritt, Buchpräsentation: In Sachen Eigen-PR ist Peer Steinbrück dieser Tage schwer aktiv und allgegenwärtig. Weitgehend unbemerkt bleibt, was er in vergleichsweise kleinen Zirkeln tut. Als Vortragsredner ist Steinbrück gern gebuchter Gast von Unternehmen wie der Deutschen Bank, BNP Paribas oder Union Investment. Nun hat der Deutsche Bundestag die neuesten Nebenverdienste des früheren Finanzministers veröffentlicht: Inzwischen sind es 60 Honorarvorträge, für die Steinbrück teilweise 20.000 Euro pro Rede einstreicht – zusätzlich zu seiner Diät als Bundestagsabgeordneter. Hinzu kommen Nebenverdienste aus Lesungen, diversen publizistischen Tätigkeiten und Aufsichtsratstätigkeiten (Thyssen-Krupp und Borussia Dortmund).

Die SPD hat unter Führung von Bundeskanzler Schröder und Finanzminister Eichel und dann in der großen Koalition mit Peer Steinbrück wesentlich an der Liberalisierung und Deregulierung der Finanzmärkte mitgearbeitet. Es ist grotesk, wenn man sich jetzt als Bremser darstellt. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass CDU, CSU und FDP noch mehr Deregulierung wollten. Das ändert aber nichts daran, dass unter der Verantwortung der SPD-geführten rot-grünen Regierung und ihrer Finanzminister Eichel und Steinbrück entscheidende Schritte zur Erleichterung der Spekulation gemacht und insbesondere so genannte innovative Finanzprodukte geschaffen worden sind. Führende Sozialdemokraten haben vom „Finanzplatz Deutschland“ geschwärmt, sie haben Hedgefonds eingeladen, Schröder hat die Auflösung der „Deutschland AG“ – zu deutsch das Verscherbeln vieler deutscher Unternehmen – propagiert und die entsprechenden Steuerbefreiungen geschaffen.

Damit es klar ist: Peer Steinbrück ist Täter. Er hat für die Finanzmisere maßgeblich mit gebastelt und hat von gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen keinen blassen Schimmer und. was viel schlimmer wäre: bewusst ignoriert er einiges. Also kriminell. Er verschaukelt das Volk und soll nun als Retter der Nation aufgebaut werden, installiert werden. Mit prominenter Hilfe sowie der Medien.

Gibt es eine Gegenwehr im Land? Wer übernimmt? Wo sind die kritischen Geister?



 

Aufgepasst, bevor ein Herr Westerwelle und sein Verein diesen Staat zerstört

 

Der progressive Abbau des Sozialstaats in der von Westerwelle proklamierten Form stellt eine Bedrohung der verfassungsgemäßen rechts- und sozialstaatlichen Prinzipien dar und birgt in letzter Konsequenz die Tendenz eines Umsturzes. Hier nähern wir uns bedrohlich den Zuständen um 1929/33: z.B. „Arbeitslohn auf Sozialhilfeniveau“, „weniger Staat“, „Privatisierung von Staatsaufgaben“, „Abschaffung der Flächentarifverträge“ „Senkung der Realsteuern/Verelendung der Kommunen“, Abbau der Arbeitslosenversicherung“, „Reform der Sozial-Systeme“, „Zwangsgebühr auf Krankenschein“,  Großbetrug an der Börse“, „Finanzkrise“ u.s.w. Unser Gemeinwesen wird getragen durch die drei Säulen „Sozialstaatlichkeit“, „Demokratie“ und „Rechtsstaatlichkeit“. Bricht eine Säule dieses Dreiecks ein, stürzt das gesamte Gebilde.

 

So auch Christoph Butterwegge,

Professor für Politikwissenschaft an der Universität  Köln:

„Wenn der Sozialstaat stirbt, stirbt auch die Demokratie. –

Die Geschichte der Weimarer Republik als warnendes Beispiel.“

 



Seht, ihr seid nichts,

euer Tun ist ein Nichts;

einen Gräuel wählt,

wer immer euch wählt.

Jesaja 41,24



Schluss jetzt – das System Deutschland steht vor dem Absturz!

 

Ich lese und höre die Nachrichten der letzten Tage (!!!). Die Politik und ihre Helfershelfer sind gerade dabei dieses Land in den Abgrund zu stürzen.

Ein Herr Koch aus Hessen schlägt auf Menschen ein, die man aus ihren Arbeitsverhältnissen gerissen hat und sie nun zum Fraß vorwirft. Aber auf die, die am Boden liegen, kann man auch am leichtesten nochmals drauftreten. Warum gibt man ihnen nicht gleich die Pille? Die Verbindungen zur Pharmaindustrie sind doch blendend – siehe Schweinegrippe – die sogenannten Experten der WHO, die allermeisten bezahlte Handlanger der besagten Industrie. Ins Bild passt hierzu die aktuelle Entscheidung des Vorstands der Stiftung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, den Leiter Peter Sawicki zu entlassen. Herr Sawicki war und ist ein kritischer Geist was die Vergabe von Arzneimittel betrifft. Nicht immer waren die Beteiligten, sprich Regierung und Pharmaindustrie von seinen Entscheidungen und Meinungen begeistert. Der Profit hat wieder gesiegt, aber wohl auf Kosten der Gesundheit der Bürger – im doppelten Sinne des Wortes.

Aber wie wir ja bestens erleben durften, dürfte nun auch dem letzten klar sein müssen, wer in diesem Land die Politik bestimmt. Die Hotelbranche hat sich die Entscheidungen der schwarz-gelben Koalitionäre wunderbar erkauft. Die FDP darf sich nun Fremdgesteuert Durch Parteispenden nennen.

Wenn es denn so einfach ist, werde ich nun auch eine Spende an die Regierungsparteien, allerdings zunächst nur ankündigen, um den Atomausstieg perfekt zu machen.

Oder nehmen wir die Deutsche Rentenversicherung Bund; sie macht ganz unverhohlen Werbung für private Rentenverträge wie Riester. Es ist einfach nicht mehr zu fassen, was in diesem Land alles geschieht. Da macht ein Unternehmen Werbung für anderes, damit die ihre Produkte verkaufen können und der eigene Laden gegen die wand fährt. Das muss man zweimal lesen. Gelder von Arbeitnehmern werden dafür verwendet, damit die privaten Finanzdienstleister sich eine goldene Nase verdienen.

Erwähnenswert so ganz „nebenbei“ der richtige Skandal um die Bayern LB und deren dubiosen Geschäfte, die den Steuerzahler womöglich 4 Milliarden Euro kosten werden.

Dass die Deutsche Bahn ihren Laden auch nicht im Griff hat, wurde in den letzten Tagen auch mehr als deutlich. Leiharbeiterlöhne von 4 Euro sollen motivieren auch den letzten Zug aufs Abstellgleis fahren zu lassen.

Aber es gibt Hoffnung – Edel-Pizzadienste kommen nun, zwar ein wenig teurer, dafür müssen sich die Angestellten aber mit 4 Euro die Stunde zufrieden geben und das Auto für die Zustellung selber stellen. Habe ich jemanden lachen hören? Oder war es doch ein Weinen?

Diese Liste der Sauereien ist ja nur lediglich ein Miniauswahl dessen, was im Lande wirklich läuft. Wer genau hinschaut wird noch tausend andere Missstände (ich sage Undinge dazu und meine auch, das Volk wird am Nasenband geführt).

Hallo Deutschland! Schon eingeschlafen?

Wer nun noch ernsthaft glaubt, dass wir auf einem guten Weg (Frau Merkel) sind, dem kann nicht mehr geholfen werden.





SOLIDARITÄT IST GEFORDERT

Die täglichen Meldungen in der Politik, sind nur noch mit Lügen behaftet; oder anders gesagt: man hält das Volk wohl für dumm, was auch nicht schwer ist, weil ja auch jahrelang darauf hingearbeitet wurde.

Was sich gerade in den Koalitionsgesprächen abspielt kann nur noch als Trauerspiel angesehen werden.

Nehmen wir beispielsweise die angeblichen Verbesserungen für Hartz IV – Empfänger. Da wird sich, gerade auch bei der FDP, damit gebrüstet, wir wollten nicht für soziale Kälte dastehen, „deshalb haben wir uns für die Erhöhung des Schonvermögens stark gemacht“, so die Koalitionäre.
Man kann darüber nur noch den Kopf schütteln. Die Damen und Herren hätten sich ganz einfach einmal die Zahlen der Behörden kommen lassen sollen und sie hätten zur Kenntnis nehmen müssen:
von 5,55 Millionen Anträgen wurden lediglich 11.000 (weniger als 0,2%) wegen zu hoher Vermögensverhältnisse abgelehnt. In der Schule würde man sagen: setzen, sechs, Klassenziel nicht erreicht, bessere Vorbereitung auf den Unterricht erbeten.

Aber fangen wir viel weiter vorne an. Schaue ich mir die öffentliche Diskussion an, höre ich genau zu, stelle ich schicht und ergreifend fest: Hartz IV-Empfänger sind faul, saufen (Oswald Metzger) und müssten eigentlich geringere Almosen erhalten (Bundesbanker Sarrazin). Und das Volk stimmt leider in den Chor mit ein.
Die Junge Union (Mißfelder immer vorne an) wirft noch ein paar Kohlen ins Feuer, um die Gesellschaft vollends zu spalten.
Man spielt jung gegen alt, arm gegen halbarm, die, die einen Job haben gegen die, die arbeitslos sind aus, bis sie sich gegenseitig bekämpfen und beschimpfen.
Wunderbar: so wird die Gesellschaft entsolidarisiert und letztlich entpolitisiert, was sich eigentlich längst vollzogen hat.
Die einen gehen nicht mehr wählen und den anderen ist es ohnehin wurscht. Oder wie konnte es passieren, dass die FDP mit 14 Prozent aus der Wahl hervorgeht? Da muss sich Dummheit mit Unwissenheit gepaart haben.
Wenn ich mich nur ein wenig mit dieser Partei beschäftige und verfolge, zuhöre was die Westerwelles von sich geben, dann kann ein normaler Arbeitnehmer doch nicht ernsthaft sein Kreuz bei denen machen.

Die FDP kennt nur ein Substantiv, und das heißt PRIVATISIERUNG.
Geht es nun um die Rentenversicherung, Krankenkasse, Bildungseinrichtungen, Guido und seine Truppe wollen alles in private Hände legen – was ja auch nicht verwundert: die Versicherungswirtschaft hat ihm ganz herzlich mit drei Ausrufezeichen zum Erfolg gratuliert.
Er wird es ihnen danken, früher oder später; mit dem Segen des Volkes. Ich frage mich: wer wählt seinen eigenen Henker? Wie masochistisch oder blind kann man sein?

Nehmen wir auch den Wunsch der neoliberalen Partei nach Lockerung des Kündigungsschutzes. Auch hier geht es um Zerschlagung von Bürgerrechten, wie ich meine, von Schutz abhängig Beschäftigter.
Ich erwarte, und nicht nur ich, dass sich unsere „repräsentativen Vertreter“ dazu aufraffen, sich für eine gesunden Stabilisierung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnissen einzusetzen, damit der Irrsinn mit Minijobs, befristeten Verträgen und Leiharbeit endlich aufhört.
Mindestlöhne gehören auf den Tisch oder besser den Leuten in die Tasche, damit diese eine menschenwürdiges Leben führen können und am Konsum ein wenig teilhaben können; um damit auch Geld in die Rentenkasse zu bringen und mit dazu beitrage die Sozialkassen wieder zu füllen.
Dann hört auch der ewige Streit auf, wir hätten ein Demografieproblem und deshalb müssten die Rentner an die kurze Leine genommen werden.
Es spricht natürlich niemand über die Pensionen, die uns nach Expertenmeinungen in den nächsten Jahren das Genick brechen werden. Die öffentlichen Haushalte bekommen richtige Probleme. Aber klar gesagt, damit kein falscher Eindruck entsteht, die Beamten haben selbstredend ein Anrecht auf ihre Pensionen. Es soll auch an dieser Stelle keine Spalterei betrieben werden. Nur, wenn bzgl. der gesetzlichen Rente von einer Systemumstellung fabuliert wird, dann bitteschön auch bei den Pensionen.

Allerdings: an dem umlagefinanzierten, solidarischen, sichersten, nicht gewinnorientierten und kostengünstigsten Rentensystem sollte nur insofern etwas geändert werden, als dass es ausgeweitet werden muss – und zwar schnellstens. Beamte, Politiker, Freiberufler, Selbständige müssen in die gesetzliche Rentenversicherung mit einbezogen werden; zusätzlich ist überlegenswert, ob nicht auch aus Gewinnbeteiligungen in diese Kasse eingezahlt werden soll.
Was in der Schweiz möglich ist, dürfte doch bei uns kein Problem sein, oder? Das Rumpfuschen an der Rente zum Nachteil der Beschäftigten und Rentner muss ein Ende haben.

Nein, es muss Schluss damit sein, dass lediglich die abhängig Beschäftigten für alle Lasten dieses Staates aufzukommen haben, um dann später auch noch mit Füßen getreten zu werden.

Wir brauchen Solidarität und Verantwortungsbewusstsein!

Als älterer Mensch neigt man gerne dazu, die guten, alten Zeiten zu benennen. Das stimmt nicht immer. Aber eines stimmt: die Chefs hatten früher noch Anstand. Die kamen ins Krankenhaus und brachten Blumen ans Bett und wünschten gute Besserung, heute bekommst Du die Kündigung ins Haus geschickt, womöglich noch über das Anwaltsbüro. Ich nenne das verrohte Sitten. Aber vermutlich bin ich ein Exot und ein Querulant. Und die sind gar nicht erwünscht in diesem Land. Die bekommen sehr schnell die Rote Karte in Form von Diffamierung oder Beleidigung gezeigt.

Jüngst selbst erlebt. Weil eine CDU-Bundestagsabgeordnete perdu nicht die offene und sachbezogene Debatte über die gesetzliche Rente führen wollte, wurde man kurzerhand in die rechte Ecke gestellt („man würde zur Wahl der NDP aufrufen“). So einfach geht das, denn sie ist auch Rechtsanwältin und Rechtsverdreherin.

Wir brauchen Solidarität und Verantwortungsbewusstsein auf jeder Ebene. Sonst wird es sehr, sehr kalt – und nicht nur, weil es gerade Winter wird.





Wo geht die Reise politisch in Deutschland hin?

 

Die hinter uns liegenden Wahlen im Bund und in den Ländern haben die politische Farbenlehre gehörig durcheinander gewirbelt. Der Grund liegt vor allem an dem Erosionsprozess der so genannten Volksparteien. Deren Wahlergebnisse lagen ja vor nicht allzu langer Zeit noch bei 35% plus, wenn nicht gar 40% plus. Die Macht hat man sich dann meist wechselnd mit dem zur Verfügung stehenden kleinen Partner geteilt. Nun aber haben SPD und CDU die große Anziehungskraft verloren und Linke, Grüne und FDP ziehen nach und sind so klein nicht mehr. Zusammen genommen haben diese „Kleinen“ auch über 30 Prozent und schon gibt es das Problem „Wer will mit wem“ oder besser „Wer kann mit wem“.

Spätestens seit der vorletzten Hessenwahl gilt aber: „Wer darf mit wem“ und gibt es hie und da nicht Wählerverrat?

Wer genau beobachtet, vor allem in diesen letzten Wochen (seit den Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland) wird feststellen, was für Frau Ypsilanti galt, gilt für andere schon gleich überhaupt nicht. Der eine wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt, und der andere ist ein Glücksfall für das Land, ist mutig, erkennt die Zeichen der Zeit, kurzum: wird als Held gefeiert – zumindest von der Presse.

Fangen wir bei Thüringens SPD-Chef Matschie an. Seine Worte: „Das System Althaus darf nicht mehr das Sagen haben“ und „Thüringen braucht den Wechsel“ Nun gut, der alte Ministerpräsident Althaus hat das Handtuch geworfen, aber es ist nur Herr Althaus. Was ist mit dem System? Herr Matschie sieht das nun alles völlig anders und möchte als Bettvorleger der CDU eine gute Figur machen – im Bett liegt auch eine Frau, könnte man süffisant hinzufügen. Dort wird man sehen, ob Herr Matschie nicht vielleicht doch zu hoch gepokert hat und letztlich auch als Bettvorleger nicht seinen Dienst machen kann. Die Basis muckt kräftig auf und will lieber Rot-Rot-Grün, was eigentlich auch der Wähler in Thüringen so sieht. Hätte er sonst so gewählt, wie es das Ergebnis hergibt?

Kommen wir zum Saarland. Ich lese, Jamaika liegt nun im Saarland. Da kommen die schnellen Sprinter her, die können wir dann gleich aufnehmen und denen die Staatsbürgerschaft – am besten – schenken und bei der nächsten Olympiade haben WIR Deutschen dann ein paar Goldmedaillen mehr. Spaß beiseite. Die CDU und ihr Müller wurden kräftig abgestraft und auch hier hat der Wähler deutlich zu erkennen gegeben, Herrn Müller möchten wir nicht mehr. Und so kam ein Wahlergebnis zustande, wobei allein die SPD und die Linke schon satte 40 Prozent einfuhren – plus Grün und Herr Müller hätte gehen dürfen. Aber Nein, auch hier galt: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Zitieren wir einmal die Grünen, noch vor der Wahl:

 

*       Die mit absoluter Mehrheit regierende CDU ist verbraucht, sie bedrückt die Menschen durch rücksichtslose Machtausübung, missachtet Bürgervoten und verhält sich obrigkeitsstaatlich.

*       Die Politik der Konservativen während der vergangenen zehn Jahre hat die soziale Spaltung des Landes vertieft.

*       Wir Grüne wollen dem Saarland eine bessere Zukunft bieten. Dazu ist es erforderlich die CDU-Regierung abzuwählen.

*       Nach zehn Jahren konservativer Regierung brauche das Saarland dringend den Wechsel.

 

Nun ist das passiert was die Linke vorher prophezeite: „Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern“.

Gut gebrüllt Löwe, würde Shakespeare gesagt haben in seinem Sommernachtstraum. Aber wir sprechen hier von keinem Traum und auch keinem Wintermärchen, sondern von einer neuen Farbenlehre: schwarz-gelb-grün.

Und die spontanen Kommentare sind allesamt doch sehr positiv. Warum nicht? In Hamburg funktioniert doch schwarz-grün ganz ordentlich. Man muss sich neu orientieren. Und die Grünen konnten doch gar nicht anders. So wie sich Herr Lafontaine gebärdet. Na siehste, da haben wir ihn – den Buhmann der Nation, das auserkorene Feindbild, der Bösewicht. Er ist schuld – aus und basta!

 

Nein, es wird nicht darüber gesprochen, vor allem auch bei den Grünen nicht, für was die FDP steht. Sie blenden einfach aus, dass die neoliberale Partei ihren Privatisierungszug auf volle Fahrt bringen will: gesetzliche Krankenkassen, gesetzliche Rentenversicherung (die Versicherungsbranche hat ja Herrn Westerwelle herzlich gratuliert), die Agentur für Arbeit usw. gehören auf den Prüfstand, will sagen, weg damit, alles in die Privatwirtschaft und somit ohne jegliche Kontrolle. Aber nachdem ja auch ein hessischer FDP – Landtagsabgeordneter seine Äußerung „Die FDP will keine gerechte Gesellschaft“ nicht zurücknahm und auch die Partei ihn nicht zurückpfiff, ist die Stoßrichtung eindeutig und unmissverständlich.

Nein, lieber Leser, die FDP will diesen Staat zerschlagen. Mit dem Schlagwort „Mehr Eigenverantwortlichkeit“ will sie den Leuten Mut machen, an die eigenen Kräfte zu glauben, Freiheit zu haben, sich aus den Klauen des Staates und der Gewerkschaften zu befreien.

Und wie sieht die Realität aus? Die Zahl der festen Arbeitsverhältnisse ist in den vergangenen Jahren rapide nach unten gegangen, die Zahl der jugendlichen Arbeitnehmer mit einer Festeinstellung nimmt weiter ab und die Löhne sind in den letzten 15 Jahren real gesunken. Im Gegenzug stieg die Zahl der Geringverdiener, die Zahl der Teilzeitmitarbeiter sowie der Leiharbeiter. Muss ich hier ergänzen, welche Konsequenzen das für unsere Sozialsysteme hat? Muss ich hier sagen, wie diese Menschen die Binnenkonjunktur ankurbeln sollen, die ja so dringend gewünscht wird? Äußerst zynisch ist dann, von diesen Menschen auch noch zu verlangen, sie mögen sich doch bitteschön privat Renten versichern und auch die private Krankenkasse biete doch gute Leistungen.

Hier wird Armut produziert und zwar mit aller Macht und Berechnung.

Mein Fazit fällt kurz und knapp aus:

Eine solidarische Gesellschaft ist politisch nicht gewollt, nicht erwünscht. Das Land trifft sich nicht in der Mitte, wie es so gerne CDU, FDP, SPD, GRÜNE propagieren und toll finden, notwendig finden; nein, das Land gleitet ab in eine noch mehr dem Kapital verpflichtende Gesellschaft. Und die Grünen, die ehemals das Soziale ganz groß geschrieben haben, haben nun ihre Seele endgültig verkauft.

Mahlzeit Deutschland.




Auch die Grünen wollen von ihren Sünden aus rot-grüner Zeit nichts wissen. Sie sind endgültig dort gelandet wo man sie schon seit langer Zeit gesehen hat - ganz nah bei der FDP, grün statt gelb, aber in der gelben Farbe sind auch grüne Anteile, insofern passen sie schon zusammen.
Aber sie waren Täter wie unschwer aus nachstehendem Artikel zu entnehmen ist:

Als die Grünen die Heuschrecken fütterten

FAKTENCHECK Für die Krise an den Finanzmärkten machen die Grünen heute gierige Manager verantwortlich. Doch die Partei hatte selbst die Regeln für die Finanzmärkte gelockert

VON SEBASTIAN HEISER

Andrea Fischer steht am Rednerpult des Bundestages. Es ist der 22. März 2002, die Grünen-Abgeordnete wirbt um Zustimmung für das Finanzmarktförderungsgesetz der rot-grünen Koalition: "Sie wissen genauso gut wie ich, dass es dringend notwendig ist, die deutschen Finanzmärkte den international gültigen Regelungen anzupassen", sagt Fischer. Die Befürchtungen einer zu starken Regulierung weist sie zurück: "Die Börsenaufsicht wird nur in wirklich extremen Situationen einschreiten. Dafür wird der Rest der Finanzmarktteilnehmer dann auch dankbar sein." Für die SPD erläutert Nina Hauer das Ziel des Gesetzes: "Deutschlands Finanzmarkt ist leistungs- und wettbewerbsfähig. Wir sorgen dafür, dass das auch so bleibt und wir auch im internationalen Wettbewerb Schritt halten können."

Heute scheint das sehr lange her zu sein. Die Fraktionen von SPD und Grünen, die damals laut Plenarprotokoll geschlossen für das Gesetz stimmten, geißeln heute die Finanzmärkte. Die Grünen-Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin erwecken nun gerne den Eindruck, dass sie immer schon für mehr Regulierung waren. Doch beide saßen damals mit in dem Kabinett, das dieses Gesetz auf den Weg brachte - und von ihrem Widerstand dort ist nichts bekannt.

Freie Hand für Fonds

Mit dem Finanzmarktförderungsgesetz erhielten die Fondsmanager weitgehend freie Hand, um sich weltweit an Immobiliengeschäften zu beteiligen. In der Gesetzesbegründung heißt es: "Die Globalisierung der Immobilienmärkte lässt eine Aufhebung bisheriger Restriktionen sinnvoll erscheinen." Zuvor waren Investitionen etwa in Häuser in den USA nicht so leicht möglich - doch damit sollte es jetzt richtig losgehen: "Hindernisse für den Aufbau eines risikogestreuten, ertragreichen und mit Wertsteigerungspotenzial versehenen Grundstücks-Sondervermögens werden beseitigt", hieß es in der Gesetzesbegründung.

Im Gegenzug gab es etwas mehr Transparenz. Die Idee dabei: Wenn die Anleger alle relevanten Informationen haben und ordentlich von ihren Banken beraten werden, können sie eigenverantwortlich entscheiden. Die Finanzanalysten der Banken wurden "auf bestimmte Grundregeln der Analyse, insbesondere auf Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit" verpflichtet. Das erinnert etwas an die Mahnung der Großmutter an die 16-jährige Enkelin, stets auf dem Pfad der Tugend zu bleiben - und war genauso verbindlich.

Der nächste Sündenfall kam 2003 mit dem Investmentmodernisierungsgesetz. Der Lobbyverband der Investmentbanken hatte eigens eine Mitarbeiterin ins Finanzministerium entsandt, um dort das Gesetz mit vorzubereiten. Die Finanz-Staatssekretärin Barbara Hendricks (SPD) lobte: "Sie hat mit ihren Kenntnissen im Bereich des Investmentwesens eine Einschätzung der möglichen Auswirkungen des neuen Investmentgesetzes auf die betroffenen Unternehmen ermöglicht."

Das Ergebnis: Banken erhielten noch mehr Freiheiten - etwa bei den Verbriefungen von Forderungen. Dabei geht es darum, die Chancen und Risiken aus einem Kreditgeschäft neu zu verpacken und weiterzureichen. Die Banken verpackten die Kredite so oft weiter, bis am Ende niemand mehr wusste, was eigentlich drin ist. Rot-Grün förderte genau die Geschäfte, die anderswo schon länger erlaubt waren und die der Finanzwelt später das Genick brachen.

Außerdem erweiterte die Koalition den Einsatz von Derivaten. Diese Papiere sind überhaupt nicht mehr direkt von realen Werten abhängig, sondern gleichen einer Wette. Und schließlich erlaubte das Gesetz auch Hedgefonds, die das Geld der Anleger besonders riskant anlegen dürfen. Verbunden war das alles mit einer massiven Steuersenkung für Fonds: Mit 635 Millionen Euro Steuerausfällen allein im Jahr 2004 rechnete die rot-grüne Bundesregierung.

Grüne stimmten mit FDP

Das Ziel des Gesetzes war es dabei laut der SPD-Staatssekretärin Hendricks, "die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Deutschlands zu fördern und einen attraktiven Markt auch für ausländische Anbieter von Investmentprodukten zu schaffen". Dafür formierte sich im Bundestag eine ganz große Koalition: Die Fraktionen der SPD, Grünen, CDU und FDP stimmten geschlossen dafür. Der liberale Abgeordnete Hermann Otto Solms sagte, es gebe "alle Voraussetzungen, um uns als Produktionsstandort für Fondsprodukte wieder in den Wettbewerb einbringen zu können und vielleicht auch kreativen Neuentwicklungen den Weg zu bereiten". Der Grünen-Abgeordnete Hubert Ulrich betonte: Der Finanzplatz sei "ein Thema, über das sich Regierung, Koalition und Opposition einig sind".

Das Urteil des Bremer Universitätsprofessors Rudolf Hickel ist eindeutig: "Die Grünen waren nicht nur Mitläufer, sondern Antreiber dessen, was sie heute kritisieren." Die wichtigsten grünen Wirtschafts- und Finanzpolitiker "waren ja besessen von der Deregulierungsidee", sagt Hickel, "die Debatte über Fehlentwicklungen wurde abgeblockt." Die jetzigen Parteiforderungen zu den Finanzmärkten findet Hickel zwar richtig. Doch er zweifelt: "Ich hätte mehr Vertrauen, wenn die Grünen ihre Vergangenheit aufarbeiten und sich offen dazu bekennen, dass sie Mittäter waren."

"Es ist dringend notwendig, die deutschen Finanzmärkte anzupassen"

Die Grüne Andrea Fischer, März 2002

Taz vom 5.9.09


Wir haben die Kraft, sagt die CDU und zeigt mehr Transparenz mit viel Selbstinszenierung, um das Grundgesetz auszuhöhlen. Da schaut selbst Frau Merkel nicht gerade positiv, oder wie die Queen zu sagen pflegt: i´m not amused.

Aber Sie sehen selbst:

 


     
 




Ein Wort zur Wahlbeteiligung:


ich gehöre nun zu jenen Menschen im Lande, die trotz aller Verfehlungen der Politik und ungenügendes Denken, dennoch zur Wahl gehen, ein wenig Demokratie ausüben.
Aber es gibt zunehmend immer mehr Bürger, die sich das Berliner Theater unter der Kuppel nicht mehr mit ansehen können und wollen und zu Hause bleiben. Bei Kommunal - und Landtagswahlen sinken die Wahlbeteilungen rapide. Bei Landtags - und Bundestagswahlen kommt hinzu, die Parteien erhalten Gelder vom Staat, also vom Steuerzahler und zwar immer hochgerechnet auf 100 Prozent, auch wenn die Wahlbeteiligung lediglich 60 - 70 Prozent beträgt. Es wäre doch mehr recht und billig, wenn auf Grundlage dieser Zahlen auch die Kosten entsprechend rückerstattet würden. Und ich gehe noch einen Schritt weiter: auch die Abgeordnetenzahl sollte auf Grundlage der Beteilungen erfolgen.
Das hätte zum Beispiel zur Folge, dass bei der Bundestagswahl - sollte es eine Wahlbeteiligung von 70 Prozent geben, die Zahl der Abgeordneten auf 430 sinken würde (Ausgangsbasis die derzeitige Anzahl von 614 = 100 %).
Bei 60 Prozent würden es übrigens nur noch 368 Abgeordnete sein.

Nachdenkenswert? Ich meine: JA!!!

 



CDU und FDP lachen sich ins Fäustchen…

oder auch: die SPD betreibt deren Geschäft.

 

Am Beispiel Privatisierungen soll es hier dargestellt werden.

 

Es sei die Vorbemerkung erlaubt, dass die Konservativen eigentlich dafür zuständig sind, zu bewahren, zu erhalten. Die sich gerne als Landesväter bezeichnen wie Christian Wulff, Roland Koch oder auch Günther Oettinger handeln dennoch gegen diese Thesen bzw. schicken die Sozialdemokratie vor. Aber eigentlich muss man die gar nicht treiben, sie sind selbst Motor der Privatisierungen im öffentlichen Bereich. Besonders hervorgetan hat sich der Abgeordnete Michael Bürsch mit wohlwollender Unterstützung des Finanzministers Steinbrück (Zitat: „er wolle die PPP, also Public-Private Partnership, ausweiten“). Gesagt, getan, sagte sich Bürsch und schritt zügig voran, dass gar der politischen Konkurrenz ganz schwindelig wurde – FDP sprach von Schweinsgalopp-Tempo und die CDU von viel Herzblut bei Bürsch.

Was war geschehen? Bürsch, es sei nochmals betont, ein Sozialdemokrat, setzte im Parlament durch, dass öffentliche Tafelsilber, wie man so schön sagt, beschleunigt verkauft werden darf. Wir sprechen hier von Behördeneinrichtungen, Schulen, Liegenschaften im Allgemeinen. Zusätzlicher Anreiz für die an der Börse in Frage kommenden Gesellschaften, auch REITs (Real Estate Investment Trusts) genannt, war auch die Befreiung von kommunalen Grundsteuern. Das Gesetz übrigens wurde, ein Novum im Bundestag, vorbei an Fachleuten der Regierung und Ministerien, vorbereitet. Einzig und allein die Beratungsfirmen der Investoren, also die Nutznießer, waren mit eingebunden und haben quasi den Gesetzentwurf formuliert. Nur als Beispiel sei gesagt: bei den Transaktionsvorgängen bzgl. des Verkaufs der Londoner U-Bahn wurden ca. 750 Millionen Euro an Beratungskosten gezahlt!!! Danke SPD bzw. lieber Staat.

Nehmen wir den öffentlichen Wohnraum, ein Herzstück der SPD, jahrzehntelang verteidigt mit Wachhunden. Verscherbelt an dubiose Geldanlagekonsortien aus den USA und Britannien. Die Zeche zahlt der sozial schwache Mieter und der Steuerzahler, denn: der kurzfristige Liquiditätsgewinn der Kommunen durch Wohnungsverkäufe wird sie langfristig teuer zu stehen kommen. Denn die durch die Mieterhöhungen geschaffenen Wohnungslosen müssen ja irgendwo wieder untergebracht werden. Wer zahlt? Der Steuerzahler, der dann auf die und die Hartz IV Empfänger wiederum einschlagen kann.

Aber eins auf die Mütze muss Herr Steinbrück und seine Kumpanen haben. Zudem ist das Tafelsilber verscherbelt – Ende der Fahnenstange. Und dann? Katzenjammer. Aber die, die uns das eingebrockt haben, stehen dann nicht mehr zur Wahl, weil die ´Zahlung der Zeche erst frühestens in 10 Jahren kommt oder später.

Oder nehmen wir den Verkauf bzw. Privatisierung von Post, Bahn und Telekom. Auf Vorschlag der Berater, die natürlich wiederum kräftig daran verdienen, übernimmt der Bund, also der Staat, den überwiegenden Teil der Pensionslasten. Die neuen Besitzer begnügen sich mit ca. 18 Milliarden Euro, während der Steuerzahler (oder die gesetzliche Rentenversicherung?) 555 Milliarden (!!!) übernimmt. Dazu kommt dann erschwerend, dass durch die Privatisierungen meist Entlassungen ins Haus stehen, die dann wiederum der Allgemeinheit belastet werden: weniger Steuereinnahmen, Sozialhilfe usw. usw.

Merkt eigentlich niemand, was in diesem Land vor sich geht? Die Politik macht was sie will, sie betrügt täglich, bereichert sich und so genannte Berater. Und bittet das Volk zur Kasse. Unsere Kinder, unsere Enkel müssen dafür arbeite, dafür bluten.

Abschließend frage ich mich ernsthaft: Warum macht die SPD das? Warum verrät sie sich und ihre Klientel? In der Mitte drängeln sich alle, da ist nichts mehr zu gewinnen. Aufwachen Sozis! Modern heißt nicht zwingend, auch gleich neoliberal sein. Man kann auch gegen den Mainstream steuern, wenn man denn will.

Jörg Köhler, 26.Juli 2009




Die Republik driftet... nach rechts.
Wer die Berichterstattung und Kommentare in den letzten Monaten genau liest und auch zwischen den Zeilen lesen kann, wird nicht umhin können und feststellen, irgendwie kommt mir das alles sehr einseitig vor. Auch die jüngste mit Heftigkeit und Bosheit geführte Auseinandersetzung in Schleswig-Holstein zeigt: alles was rechts macht ist halb so schlimm; da darf auch gelogen werden, wie Herr Carstensen in Bezug auf Gelder für den Vorstand der Nordbank. Wie las ich kürzlich: Lüge gilt eben nicht als Wortbruch, wenn Konservative lügen.
Ein wenig dagegen hält der Journalist Arno Luik, früher bei der taz, heute beim Stern. In einem Interview, dass ihn zu seinem neuen Buch befragt, bezieht er schon Position - und das ist auch gut so, denn der Pressewald trompetet derzeit nur auf einem Ton und ich sage es offen (ist ja auch kein Geheimnis), ich will endlich wieder andere Töne, will ein Orchester, will Vielstimmigkeit, ich will, dass linke Positionen offen und ehrlich ohne Scheuklappen diskutiert werden. Ich will, dass es in diesem Land kein Rede- und Denkverbot gibt. Und ich will, dass die täglichen Schweinereien in diesem Land benannt werden und dass die Menschen davon erfahren - die Wahrheit muss benannt werden.


»Dieses Land ist nach rechts gedriftet«

Ein kritischer Blick auf 20 Jahre deutscher Geschichte. Ein Gespräch mit Arno Luik

Arno Luik war u.a. ­Chef­redakteur der ­tageszeitung, heute ist er Stern-Autor.

Am Dienstag stellen Sie in Berlin Ihr Buch »Wer zum Teufel sind Sie nun?« vor – eine Sammlung von Interviews, die Sie in den vergangenen 20 Jahren veröffentlicht haben. Gemeinsam mit Linksparteichef Oskar Lafontaine – warum ausgerechnet mit dem bösen Buben der deutschen Politik?

Ich habe ihn nie als »bösen Buben« empfunden, aber als ich vor drei Jahren für das Gespräch zu ihm ins Saarland gefahren bin, hatte ich natürlich im Kopf, was alle Welt über ihn schrieb. »Der gefährlichste Mann Europs« stand mal in einer britischen Zeitung. Selbstgefällig, arrogant sei er, herrisch. Ich lernte ihn dann aber als einen Politiker kennen, der mich – wie selten einer – überrascht hat: selbstironisch, fähig zum Zuhören, interessiert und schlagfertig dialektisch argumentierend.

Die Frage »Wer zum Teufel sind Sie nun?« ist Interviews mit Franz Müntefering und Angela Merkel entnommen. Haben Sie es herausgefunden?

Das Interview mit Frau Merkel habe ich geführt, als sie gerade 100 Tage Chefin der CDU war. Sie hat sich in dem Gespräch sehr geöffnet – erzählte von ihrer FDJ-Zeit, davon, wie sie sich mühsam die westliche CDU-Geschichte angeeignet hat. Das alles heute zu lesen, ist recht amüsant. Und Müntefering? Tja, er hat sich mir unverblümt als Mann der sozialen Kälte, als Mann der Macht präsentiert.

Wollen Sie mit der Wahl Lafontaines als Buch-Vorsteller auch Ihre politischen Präferenzen ausdrücken?

Überhaupt nicht. Ich hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn Frau Merkel das Buch mit vorstellen würde.

Sie waren mal Chefredakteur der taz – heute arbeiten Sie beim Stern. Ecken Sie dort nicht an? Immerhin haben Sie dort Kommentare und Berichte geschrieben, die auch in der jW stehen könnten.

Warum also, meinen Sie, sollte ich Probleme haben, beim Stern zu sein?

Sind Sie so etwas wie das linke Feigenblatt??

Der Stern gibt mir die Möglichkeit, Dinge zu machen, die nicht nur für ihn selbst, sondern auch für mich wichtig sind. Ich finde es großartig, daß die Zeitschrift die innere Liberalität hat, das auch zu drucken.

Die Liste Ihrer im Buch wiedergegebenen Gespräche umfaßt 25 Namen. Jetzt wäre es interessant zu erfahren, wer sich geweigert hat, sich interviewen zu lassen.

Geweigert hat sich niemand. Ich hatte mal ein Gespräch mit dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder vereinbart – das kam jedoch aus angeblichen Termingründen nicht zustande. Ich glaube, daß kein Kanzler dieses Land so verändert hat wie Schröder: Abbau des Sozialstaates, Privatisierung, Kriegsführung etc. Da habe ich schon noch einige Fragen an den Exkanzler, der unter anderem mit der Agenda 2010 schuld daran ist, daß die Kluft in diesem Land – zwischen Arm und Reich – immer größer wird.

Ihr Buch erscheint rechtzeitig zu den Jubelfeiern zum 60. Jahrestag der Gründung der BRD und zum 20. Jahrestag des Endes der DDR. Ist das Ihre persönliche Illustration eines Stücks deutscher Geschichte?

Ja. Es ist ein Kaleidoskop bundesdeutscher Geschichte. Und: Mir war anfangs nicht klar, wie sehr sich dieses Land in den letzten beiden Jahrzehnten verändert hat, wie sehr es nach rechts gedriftet ist. Wenn man etwa die Interviews mit dem jungen Boris Becker, als man ihn noch ernst nehmen konnte, oder auch Graf Lambsdorff liest, dann spürt man, wie dramatisch sich das Land verändert und das politische Denken sich eingeschränkt haben.

Viele Interviewer geben heute nur Stichworte vor – ist das scharfe Nachfragen, wie Sie es praktizieren, aus der Mode?

Ich finde: Ja. Manche Interviewpartner sind nicht darauf gefaßt, daß ich nachhake. Ich gehe ja auch immer mit Vorurteilen, mit zuviel Urteilen – auf jeden Fall mit einer klaren Haltung – in ein solches Gespräch. Eins will ich nie: Nur abfragen, ich möchte einen politischen Diskurs mit jenen, die viel Macht haben. Ich verstehe meinen Job ganz altmodisch als einen Teil der Aufklärung. Als vierte Gewalt.

Warum haben Sie noch kein Interview mit dem SPD-Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier geführt?

Der reizt mich nicht. Er hat den Charme einer Büroklammer.

 

 

Interview. Peter Wolter




Nachstehend eine Zusammenfassung über mögliche Wahlausgänge und daraus resultierende Konstellationen. Manche mögen eine Wahlempfehlung herauslesen.

Nun gut, aber eines dürfte doch unstrittig sein: will ernsthaft jemand, der kritisch diese Republik beäugt, das alte System der Kumpanei wieder am Ruder haben.
SPD, CDU, FDP, und GRÜNE haben  uns in den letzten 11 Jahren nicht unbedingt Gutes gebracht. Letztlich entscheidet ein jeder für sich - keine Frage, Aber bitte, bitte hinterher nicht wundern und schon gar nicht weinen.

MEINEN DANK ÜBRIGENS AN: Egon W. Kreutzer, der sich die Mühe gemacht und m.E. gut aufbereitet hat, wie es sein könnte, wenn...


Spannend seine Internetseite inkl. Paukenschlag


Bundestagswahl

 

Am 27. September wählen

        die Wahlberechtigten einen neuen Bundestag.

       

        Es gibt Direktwähler, die sich per Briefwahl oder Urnengang

        direkt an der Wahl beteiligen und dabei gültige Stimmzettel

        abgeben, und es gibt Indirektwähler, die dadurch, dass sie

        nicht wählen gehen oder ungültige Stimmzettel abgeben,

        das Votum der Direktwähler unterstützen, weil die Zahl

        der Abgeordneten im Großen und Ganzen feststeht*) und die

        Sitze nach den Verhältnissen der Zweitstimmen unter denjenigen

        Parteien verteilt werden, die es geschafft haben, mehr als 5

        % der gültigen Stimmen zu ergattern.

       

        Ein explizites Abwählen,

        also die Abgabe "negativer" Stimmen, gegen eine Partei

        oder gegen einen Kandidaten ist in unserem Wahlrecht nicht vorgesehen.

        Vielleicht wäre damit ein Mittel gegen die zunehmende Wahlmütigkeit

        zu schaffen ...

       

        So jedoch sehen wir Wahlberechtigten

        uns erneut einer Phalanx von 55 Parteien**) gegenüber, die

        alle um unsere Zweitstimme buhlen - aber wir können nur

        einer einzigen davon unsere eine und einzige Zweitstimme geben.

       

        Die Möglichkeit, ganz gezielt eine Koalition zu wählen,

        haben wir nicht. Obwohl auch dies dazu beitragen könnte,

        die Wahlmüdigkeit zu beenden. Ein zusätzliches Votum,

        mit dem der Wähler bestimmt, mit welcher Partei der Wahlsieger

        koalieren muss, hätte zum Beispiel zur Folge, dass bei mehrheitlichem

        Wählervotum dafür, dass die CDU eine Koalition mit

        der FDP eingehen muss, zwar eine CDU-CSU-FDP-Grüne-Koalition

        möglich wäre, eine CDU-CSU-Grüne-Koalition jedoch

        nicht, selbst wenn damit die absolute Mehrheit der Stimmen schon

        erreicht wäre.

       

        Wem also soll man seine eine, einzige Zweitstimme geben?

        Wie kann man mit dieser einen, einzigen Stimme optimal umgehen?

       

        Betrachten wir uns die Ausgangslage:

        Es gibt exakt zwei Parteien,

        von denen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon

        ausgegangen werden kann, dass sie im 17. Deutschen Bundestag

        vertreten sein werden. Es sind dies die CDU und SPD.

       

        Es gibt weitere vier Parteien,

        deren Einzug in den Bundestag wahrscheinlich ist. Es sind dies

        die CSU, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und die FDP.

       

        Daneben gibt es weitere 49 Parteien**)

        die zur Wahl antreten. Das Gesamtergebnis dieser 49 Parteien

        wird am Wahlabend als "Sonstige" bezeichnet und für

        die Sitzverteilung im Bundestag nicht relevant sein. Keine dieser

        Parteien hat sich im Vorfeld der Wahl so profiliert, dass ernsthaft

        mit dem Überspringen der 5%-Hürde gerechnet werden

        könnte.

       

        Wer als Wahlberechtigter Einfluss

        auf die Sitzverteilung nehmen und damit wenigstens ansatzweise

        die politische Richtung für die nächsten vier Jahre

        mitbestimmen will, wird - wenn auch mancher schweren Herzens

        - eine jener sechs Parteien wählen müssen, die am Ende

        auch im Bundestag vertreten sein werden.

       

        Weil wir, wie bereits festgestellt,

        weder abwählen, noch Koalitionen bestimmen können,

        erhebt sich für den mündigen Wähler über

        allen Wahlplakaten, Fähnchen, Kugelschreibern und Postwurfwahlversprechen

        nur eine einzige, wahlrelevante Frage:

       

Welche politische

        Richtung will ich stärken?

 

        CDU und SPD sitzen miteinander

        bewegungslos im Sumpf der Mitte fest und basteln mit ihrer Mehrheit

        am Grundgesetz herum. Da beide Parteien mit Sicherheit wieder

        in den Bundestag einziehen werden, mit eben solcher Sicherheit

        aber keine der beiden die absolute Mehrheit erreichen wird, ist

        jede Stimme für die CDU oder die SPD zunächst einmal

        eine Stimme für die Fortführung der großen Koalition.

       

        Es kann also festgehalten werden:

       

Wer CDU oder SPD

        wählt,

        wählt die Fortsetzung der Regierung Merkel.

 

        Wer sich nichts dringlicher

        wünscht, als das Ende der großen Koalition, weil ihm

        die Politik der großen Koalition nicht passt und/oder er

        Sehnsucht nach einer mächtigeren Opposition hat, darf also

        nicht CDU oder SPD wählen, sondern diejenige Partei, von

        der er sich wünscht, dass sie, bei ausreichend vielen Sitzen

        im Bundestag, die große Koalition sprengen könnte.

       

        Zu einer Änderung der politischen

        Grundausrichtung trägt folglich nur bei, wer sich für

        FDP, Grüne oder Linke entscheidet.

        (Die Sonderrolle der CSU kommt am Ende

        dieses Aufsatzes noch kurz zur Sprache.)

       

        Dabei ergeben sich tendenziell

        die nachstehenden Regierungskoalitionen:

       

1. CDU hat

        die Mehrheit der Sitze im Bundestag (wahrscheinlich)

       

 

         Stimmenzuwachs für die FDP - Westerwelles Wünsche werden wahr.

        Stimmenzuwachs für die Grünen - ein schwarz-grünes

        Bündnis wird möglich.

        Stimmenzuwachs verteilt auf FDP und Grüne - Jamaika winkt.

       

Stimmenzuwachs für die Linke - die große Koalition wird fortgeführt.

        

        Bei CDU-Dominanz im Bundestag

        sind also zwei Ergebnisse möglich, die jeweils zu einer

        Verschärfung und Ausweitung der neoliberalen Politik führen

        weil die FDP in die Regierung eintritt, und zwei Ergebnisse,

        bei denen der neoliberal - konservative Grundton beibehalten wird

        - unverändert mit der SPD oder mit einem leichten Abweichen

        in Richtung Ökologie, wenn es für eine schwarz-grüne

        Regierung reichen sollte.

       

2. SPD hat

        die Mehrheit der Sitze im Bundestag (wenig wahrscheinlich)

       

Stimmenzuwachs für die FDP - die große Koalition wird fortgesetzt

        Stimmenzuwachs für die Grünen - ein rot-grünes

        Bündnis wird möglich.

        Stimmenzuwachs

        für FDP und Grüne - die große Koalition wird

        fortgesetzt.

       

Stimmenzuwachs für die Linke - die große Koalition wird fortgeführt.

        Bei SPD-Dominanz kommt es zu

        drei möglichen Ergebnissen, die zu einer Beibehaltung der

        großen Koalition führen und zu einem Ergebnis, dass

        die Neuauflage der rot-grünen Koalition ermöglicht.

       

3. Eine große

        Koalition ist nicht möglich

        Diese Situation kann eintreten,

        wenn hinreichend viele Wähler erkennen, dass jede Stimme

        für CDU oder SPD eine Stimme für die große Koalition

        ist, so dass beide gemeinsam (auch mit der CSU) unter der absoluten

        Mehrheit bleiben.

        Nur unter dieser Bedingung werden

        die Bewegungen an den Flügeln der deutschen Demokratie auch

        zu wirklich erkennbaren Veränderungen der Politik führen,

        weil der bequeme Ausweg der beiden großen Parteien, Forderungen

        der kleineren mit dem Hinweis: "Wir brauchen euch ja nicht

        wirklich", abzuschmettern und sich in die Fortsetzung der

        großen Koalition zu flüchten, nicht mehr offen steht.

       

        Wenn in dieser Situation FDP

        und CDU zusammengehen, bestimmt die FDP den Kurs maßgeblich

        mit. Sollten CDU und Grüne zusammengehen, wird es erhebliche

        Veränderungen im Umweltbewusstsein der CDU geben müssen.

        Muss gar eine Jamaika-Koalition zusammenrücken, sind die

        Inhalte der Koalitionsvereinbarung vollkommen unvorhersehbar.

        Für die SPD wird es weder allein mit den Grünen, noch

        alleine mit der Linken reichen - und die FDP wird sich verweigern.

        Nur wenn SPD, Grüne und

        Linke gemeinsam eine Mehrheit haben, kann es eine SPD-geführte

        Regierung geben.

        Eine Regierung, bei der die

        SPD ein gutes Stück sozialdemokratischer werden wird, als

        derzeit, und eine Linke, die ein gutes Stück sozialdemokratischer

        sein wird, als derzeit. Beide, SPD und Linke werden dabei die

        ökologischen Ansprüche der Grünen recht gerne

        und weitgehend in den Koalitionsvertrag aufnehmen.

       

Aus meiner Sicht

        der bestmögliche Ausgang der Wahl.

 

        Und für jeden einzelnen

        Wahlberechtigten

        gibt es nur einen einzigen Weg, der dahin führt, denn:

·                Jede Stimme für die CDU

·                        ist eine Stimme für die große Koalition.

·                        

·                Jede Stimme für die SPD

·                        ist eine Stimme für die große Koalition.

·                        

·                Jede Stimme für die FDP

·                        mindert die Chance einer SPD-geführten Regierung.

·                        

·                Jede Stimme für die Grünen

·                        erhöht die Chance für schwarz-grün oder Jamaica

            aber:

·                Jede Stimme für die Linke erhöht die Chance für rot-rot-grün.

        und rot-rot-grün ist

        die einzige Konstellation, bei der es wirklich zu einer spürbaren

        Veränderung der derzeitigen Politik käme.

       

        Alle übrigen Konstellationen

        bedeuten, dass die CDU eine Koalition anführt und dabei

        ihr "Weiter so!" (ggfs. verschärft durch die FDP,ggfs. ökologisch verziert

        durch die Grünen) in der nächsten Legislaturperiode ausleben darf.

       

 

Denken Sie mal drüber nach.

        Die Sonderrolle der CSU.

        Eigentlich handelt es sich nicht

        um die Sonderrolle der CSU, sondern um eine Sonderrolle Bayerns. Wer

        CSU wählt, wählt zwar auch die große Koalition,

        insofern kein Unterschied, aber wer in Bayern SPD, FDP, Grüne

        oder Linke wählt, schwächt die CSU - und die CSU muss

        alleine in Bayern fünf Prozent der bundesweiten Wählerstimmen

        erhalten, wenn sie in den Bundestag einziehen will! Das wird

        von Wahl zu Wahl schwieriger.

        Wer also bewusst in Bayern eine

        andere Partei als die CSU wählt, der trägt gleich doppelt

        zu den Chancen für eine rot-rot-grüne Regierung bei.

       


Fazit:

        Wer die bisherige Politik beibehalten will

        und ggfs. noch schärfer und konsequenter erleben möchte,

        der mag getrost CDU, CSU, SPD, FDP oder Grüne wählen.

        Jede Stimme für eine dieser Parteien macht die Chance einer

        neuen, CDU-geführten Koalition wahrscheinlicher.

        Wer eine Änderung der bisherigen

        Politik, hin zu mehr Sozialstaat und mehr Ökologie, zu weniger

        Kriegseinsatz und weniger EU-Dominanz wünscht, der kann

        eigentlich nur die Linke wählen.

       

        Denn die SPD wird bei dieser Wahl eher unter als über der

        30%-Marke landen; die Grünen werden ein durchschnittliches

        Grünen-Ergebnis, rund um die 10%-Marke einfahren, was heißt,

        dass die Linke bundesweit auf deutlich mehr als 10% kommen muss,

        wenn die Konstellation rot-rot-grün eine bessere Chance

        haben soll als die Konstellation schwarz-gelb-grün.

       


Nur zur Erinnerung:

        Ausschlaggebend für die Zusammensetzung des Bundestages

         ist die Zweitstimme.

        Mit der Erststimme kann im Grunde

        jeder wählen, wen er will.

        An den Machtverhältnissen im Bundestag ändert das normalerweise

        nichts.

        Weil jedoch unter glücklichen Umständen auch ein Überhangmandat

        für die SPD dabei herauskommen könnte, passt die Erststimme

        für den SPD-Kandidaten in jedem Wahlkreis sehr gut zur Zweitstimme

        für die Linke.

        Mal abgesehen von jenen Wahlkreisen in den neuen Bundesländern

        (einschl. Saarland), in denen der Wahlkreiskandidat der Linken

        eine reelle Chance hat, das Direktmandat zu gewinnen.


*) von Überhang- und Ausgleichsmandaten

        abgesehen.

       **) Werfen Sie ruhig auch einen Blick auf jene 49 Parteien, die

        außer den bisher genannten ebenfalls zur Wahl antreten.

        Darunter sind sicherlich viele, die mit guten Ideen und Programme

        aufwarten, also vom Inhalt her durchaus wählbar wären

        - nach meiner Einschätzung aber keine realistische Chance

        haben, am 27. September 2009 die 5%-Hürde zu überwinden.

       Vorab eine Info: Die nachstehende Liste war so am 8. Juli

        bei Wiki unter "Bundestagwahl 2009" zu finden. Ich

        habe sie lediglich alphabetisch sortiert. Nun haben mir inzwischen

        mehrere Besucher mitgeteilt, dass diese Liste unvollständig

        sei, die Nationaldemokraten (NPD) sei nicht aufgeführt.

        Nun, jetzt ist auch die NPD erwähnt.

       

Eine andere Liste, die alle in Deutschland zugelassenen Parteien

        aufführen will, ist hier zu finden:

       


        ADM – Allianz der Mitte

        APPD – Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands

        AVR – Auch wir sind das Volk: Die Rentner

        BDG – Bündnis der

        Generationen

        BP – Bayernpartei

       

BPA – Die Bürgerpartei für „alle“

        – Damit wir „alle“ etwas bewegen! In Politik und

        Wirtschaft.

        BPD – Bürger Partei Deutschland

        BüSo – Bürgerrechtsbewegung Solidarität

        CDXL – Center Demokraten;

        Wir sind das Volk – Wir stehn im Mittelpunkt

        CM – Christliche Mitte – Für ein Deutschland nach

        Gottes Geboten

        D-BÜ – Demokratische

        Bürgerbewegung!

        DD – Demokratie-DD-Deutschland

        D.D.B.P. – Deutsche Demokratische Bürger Partei

        DIE FREIEN – Deutschlands Freie Wähler

        DIE GRAUEN – Die Grauen – Generationspartei

        Die PARTEI – Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz,

        Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

        Die Tierschutzpartei – Mensch Umwelt Tierschutz

        DIE VIOLETTEN – Die Violetten – für spirituelle

        Politik

        DKP – Deutsche Kommunistische Partei

        DVD – Demokratische Volkspartei Deutschland

        ESBAP – Europäische

        Soziale Bürger Arbeiter Partei

        FAMILIE – Familien-Partei

        Deutschlands

        FBU – Freie Bürger Union

        (keine Kurzbezeichnung) – Freie Union

        FW – Freie Wähler Niedersachsen – Bürgerinitiativen,

        Bürgerlisten und unabhängige Wählergemeinschaften

        FWD – Freie Wähler Deutschland

        FWG Die Freie – Freie Wähler Gemeinschaft – Unabhängige

        Gruppe Deutschland Partei Union Vereinigung

        GFP – Global Future

        Party

        HEIDE – Heimat Deutschland

        HUMANWIRTSCHAFT – Humanwirtschaftspartei

        MLPD – Marxistisch-Leninistische

        Partei Deutschlands

        ödp – Ökologisch-Demokratische

        Partei

        PASS – Partei der Arbeitswilligen

        und Sozial Schwachen – Antidiskriminierungsverband

        PBC – Partei Bibeltreuer Christen

        Pi – Partei-Interim

        PIRATEN – Piratenpartei Deutschland

        POP – Pogo-Partei

        PRSG – Partei für Recht und Soziale Gerechtigkeit

        PSG – Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten

        Internationale

        RAUCHERPARTEI – Raucherpartei

        Deutschland

        RENTNER – Rentner-Partei-Deutschland

        REP – Die Republikaner

        RRP – Rentnerinnen und Rentner Partei

        SAG – Soziale Alternative

        für Gerechtigkeit

        TP – Tempelhof-Partei

        – Direkte Demokratie findet jetzt statt!

        ÜPD – „ÜberPartei“

        Deutschlands

        ULPD – Unabhängige Liberale Partei Deutschlands

        Volksabstimmung

        – Ab jetzt…Bündnis für Deutschland, für

        Demokratie durch Volksabstimmung

        ZENTRUM – Deutsche Zentrumspartei – Älteste

        Partei Deutschlands gegründet 1870

 



"In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind,

ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt".

George Orwell

"In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind,

ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt".

George Orwell

Die Politik muss sich ändern und ganz besonders die SPD

Die Europawahl hat es deutlich aufgezeigt, für die Bevölkerung ist das alles sehr weit weg und die SPD im Besonderen. Und solange sie nicht bereit ist, Fehler aus den rot-grünen Zeiten zumindest zuzugeben, werden die Genossen weiter im Tal der Trauer sein, die nächsten Wahlen werden trotz vermutlich höherer Wahlbeteiligung ein Fiasko werden.

Die anderen nehmen das Ruder in die Hand und das verspricht nichts Gutes. Denn auch CDU,FDP,Grüne zeigen nicht wirklich auf wo die Reise hingehen muss, keine Perspektive, im Grunde wird weiter gewurschtelt wie bisher. Das Traurige daran ist zudem, dass die Sozialdemokratie ihre Klientel auf der Straße liegen lässt, sie werden enttäuscht. Auch wenn sich die Gesellschaft verändert hat, so doch ganz sicher nicht in die Richtung, dass Sozialpolitik geopfert werden muss. Die SPD täte gut daran, nicht die anderen hinterher zu hechten, sondern in sich zu kehren, um dann möglicherweise neu aufgestellt zu sein für die Zukunft. Und auch personell. Die alte Clique, die schon bei Schröder dabei war und verantwortlich ist für die Fehler, hat ihre Schuldigkeit getan. Denn eines dürfte wohl klar sein, die konservativen und neoliberalen Parteien haben politisch noch lange nicht überlebt. Es kann durchaus sein, dass auch sie eines Tages der Wähler abstraft. Die Verhältnisse bessern sich ja gerade nicht. Und zu glauben mit den alten Rezepten kommt man aus der Krise, ist ein Trugschluss.









Liebe SPD – Ihr seid am Scheideweg

Die SPD will sich keine Machtoption schaffen, sie fühlt sich offensichtlich wohl als Juniorpartner der CDU – oder fühlt sie sich wohl in der Opferrolle? Ihre Klientel geht nicht zur Wahl, sie ist böse mit den Genossen. Und Genosse Sozialdemokratie verkriecht sich in der Schmollecke. Na wenn das so ist, dann kann man ihr auch nicht helfen. Dann muss man sie weinen lassen oder schimpfen lassen. Die anderen sind schuld, das ist ja ein beliebtes Spiel. Selbst nicht auf die Reihe kommen und den Rest der Welt verantwortlich zeichnen.

Aber so geht das nicht, liebe SPD (ein wenig Liebe darf noch sein, man will ja helfen). Warum setzt ihr euch nicht hin und lasst die letzten Jahre Revue passieren? Analysiert den Beginn des 21. Jahrhunderts (hat sich vielleicht etwas geändert?), fragt Euch ob das mit Herrn Schröder wirklich das Gelbe vom Ei war. Waren die so genannten Reformen wirklich richtig? Beifall gab es ja von Teilen der Gesellschaft, die euch nicht wirklich nahe stehen. Nun muss man natürlich nicht Stammtischpolitik machen, es kann auch mal unpopulär sein. Wichtig und unabdingbar ist jedoch: Glaubwürdigkeit und die Menschen mit ins Boot nehmen, Visionen aufzeigen, Veränderungen benennen und sagen, wir müssen jetzt links herum stricken und nicht mehr rechts – zum Beispiel. Aber man hört nichts von euch, liebe SPD.

Stattdessen rechtfertigt ihr die Politik aus der Vergangenheit. Ihr schlagt (aber nur sanft) auf die CDU ein, aber ihr habt während der rot-grünen Zeit den Unternehmen erlaubt, abzuheben. Ihr habt der wohlhabenden Klasse noch mehr zugebilligt; eure Steuerpolitik hat zu dem Desaster geführt, was wir nun seit 2008/2009 vorliegen haben. Ihr zeigt keine Reue. Ihr lasst weiterhin zu, dass die Finanzjongleure weiter Zirkus spielen dürfen. Ihr (allen voran Herr Steinbrück) greift nicht ein und bietet Paroli. Man hört nichts von euch, dass das Casino geschlossen werden muss, die Spekulanten ihre Geschäfte einstellen müssen!!! Ihr lasst sie weiter gewähren. Zum Nachteil eines Großteils des Volkes, der Handwerker, der redlich arbeitenden. verhöhnt nicht nur eure Klientel, Ihrihr verhöhnt diese Gesellschaft, ihr verhöhnt die Demokratie. Diese hat in den letzten 50 Jahren davon gelebt, dass es Volksparteien wie euch gegeben hat, die für die Stabilität dieses Landes gestanden sind. Das ist traurig, aber auch beschämend. Ihr habt die verdammte Pflicht, euch am Riemen zu reißen und Westerwelle, Merz, Clement und anderen die Stirn zu zeigen und denen klar machen, sie haben nicht recht mit ihrer Politik, alles dem freien Markt zu überlassen. Ihr müsst die Stirn zeigen gegen die Bertelsmänner in dieser Republik, die am liebsten alles privatisieren möchten. Eigenverantwortung ist das Schlagwort. Nun muss nicht alles gut sein, was in der Vergangenheit gut war. Aber: andere Staaten auf diesem Erdball schauen neidlos auf uns, weil wir es nach dem Krieg hinbekommen haben, Stabilität und Frieden zu sichern – auch und gerade wegen unserer Sozialpolitik. Ihr, SPD, müsst doch sagen, dass der freie Markt „Krieg“ über uns gebracht hat. Die schwerste Krise seit 60 Jahren. Und niemand vermag heute zu sagen, was noch kommt. Armut ist doch keine Vokabel von Miesmachern. Sie ist konkret und sie wird, ohne schwarz malen zu wollen, noch Dimensionen annehmen, die dieses Land erschüttern werden.




Warum liebe SPD, schweigt ihr? Warum überlasst ihr das Feld den neoliberalen Kräften? Diese sind doch hauptverantwortlich für das jetzige Desaster. Warum spielt ihr damit? Es ist nicht eure Aufgabe. Und im Grunde wollt ihr es auch nicht. Ihr versucht mit ein wenig Kosmetik auch so zu sein wie die anderen. Aber es muss schief gehen, Kopien sind Kopien. Werdet wieder das Original. Wehrt Euch. Haltet gegen. Natürlich sollt ihr euch erneuern. Der Erdball dreht sich, Veränderungen sind alltäglich, die Evolution begleitet uns selbstredend. Aber der Mensch will auch Vertrauen. Und daran scheitert es derzeit am allermeisten. Leute verlieren ihr Geld, ihren Arbeitsplatz. Sie haben da Gefühl verlassen zu werden, niemand zeigt ihnen eine Perspektive. Hier sind eure Ansatzpunkte, hier sind Betätigungsfelder. Die SPD muss Zuversicht verbreiten. Christdemokraten und Freidemokraten wollen einen anderen Staat und nicht ihr, wie es bestimmte Presseorgane und Auguren uns weismachen wollen.

Hallo SPD – wach auf. Der Film ist nun zu Ende. Oder wollt ihr auch die allerletzte Schlacht verlieren? Auch wenn die andere so genannte Volkspartei nicht sonderlich besser dasteht, ist es kein Grund sich nun  nicht am Schopfe zu nehmen und durchzustarten.


Noch ist Rom nicht verloren. Nehmt die Chance, nicht wegen mir, aber für viele andere, die enttäuscht sind von euch und vielleicht doch noch Hoffnung haben.

Man muss kein Prophet sein, um festzustellen: das Ergebnis der Bundestagswahl am 27.September wird weitreichende Folgen haben.
Es geht tatsächlich um die Frage, ob das neoliberale Lager künftig das Sagen haben wird. Nun könnte man geneigt sein zu akzeptieren,
lasst doch die Schwarz-Gelben ran um zu sehen was passiert. Vielleicht besinnt sich ja die SPD ihrer Sünden, die unter ihrem Superman Schröder
abgelaufen sind - genannt seien hier die Hartz IV -Gesetze, Steuervergünstigungen für Unternehmen und die Superreichen, Rentenkürzungen etc.
Allerdings: die Finanzkrise steckt all zusehr in den Knochen und zwingt u.U. zu Entscheidungen, die nicht nur schmerzhaft sind, sondern den Karren
noch mehr an die Wand fahren. Weil, ja weil die Politik nicht die Kraft hat, leider auch vielfach nicht die Kompetenz hat, in gesamtgesellschaftlichen
Zusammenhängen zu denken und entsprechend zu handeln.
Kurzum: die Wahl wird spannend und die Frage wer mit wem wird uns beschäftigen. Schlimm, wenn nicht gar unerträglich ist, zur Kenntnis nehmen
zu müssen, dass alles zur Mitte drängt ohne zu sagen was das bedeutet. Wo sind die Perspektiven? Ich plädiere für eine Woche Stillschweigen.
Alles auf den Prüfstein, hinterfragen. Greifen die alten Rezepte noch? Was war richtig, was war falsch? Der Katalog ist sicher lang.
Also liebe Politik: einfach mal den Mund halten und nicht immer schnell und unkontrolliert daherbabbeln.

Das Motto dieser Wahl lautet eigentlich für die CDUSPDFDPGRÜNE: Die Mittelmäßigkeit verhindert jeden Streit,
aber auch Ignoranz und Gleichgültigkeit lassen einen wütend werden.




Wahlkampfzeiten sind im wahrsten Sinne des Wortes Kampfzeiten, mit allen Mitteln und Waffen wird um sich geschossen,
so auch immer wieder ein gern beliebtes Spiel auf die Rentner einzuschlagen, weil sie angeblich eine bevorzugte Bevölkerungsgruppe ist.
Sie wollen nämlich immer Geld und keine Rentenkürzungen.
Zu diesem Thema an anderer Stelle auf dieser Seite mehr - siehe Solide Rente.
Zu den bevorzugten Gruppen gehören eigentlich andere und es soll hier ein wenig dargestellt werden, warum das so ist.

Zu deren Gunsten hat man aufgehört, Steuern auf Vermögen zu erheben. Zu deren Gunsten wurde die Erbschaftssteuer reformiert, mit dem Zweck, Unternehmen ohne lästige Erbschaftssteuer zu vererben.   Zu deren Gunsten wurde die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge eingeführt, deren Steuersatz von 25% für "gewonnenes" Geld deutlich unter dem Satz von 42% für erarbeitetes Geld liegt.
Zu deren Gunsten werden die Arbeitslosenversicherung,zur Rente, zur Krankenversicherung gesenkt, gedeckelt, begrent und die Arbeitgeberanteile eingefroren, denn was als Arbeitgeberanteil nicht an die Sozialkassen abgeführt werden muss, fließt als Gewinn an die Aktionäre. Zu deren Gunsten wurden die Hartz-Gesetze erlassen, denn was der Staat nicht an die Sozialkassen überweisen muss, dass kann man per Steuergeschenk an die Unternehmen und deren Eigentümer durchreichen.   Zu deren Gunsten werden Banken gerettet, denn es sind ihre Vermögen, die erhalten werden, wenn der Staat wertlose Schrottpapiere ankauft und dafür Schulden aufnimmt, für deren Zinsen am Ende das ganze Volk in alle Ewigkeit aufkommen muss - durch mehr Arbeit für weniger Geld.
Zu deren Gunsten fährt die EZB eine strikte Anti-Inflationspolitik, denn Inflation vernichtet große Vermögen. Deflation erhöht ihren Wert. Zu deren Gunsten stehen deutsche Soldaten wieder in aller Welt im Einsatz, um den Zugriff auf die Ressourcen zu sichern, von denen sie glauben, sie hätten ein angestammtes Recht darauf /und dabei tun sie nichts anderes, als alle Ressourcen innerhalb kürzester zeit in Schrott und Müll zu verwandeln, um sich eine goldene Nase zu verdienen.   Zu deren Gunsten wird die Abwrackprämie ausgeschüttet, denn es sind ihre Fabriken, die erhalten werden, damit sie trotz der bestehenden Überkapazitäten weiter gut daran verdienen können.
Zu deren Gunsten ist Deutschland Exportweltmeister und produziert Exportüberschüsse. Was hat die werteschaffende Bevölkerung denn davon, dass mehr exportiert als importiert wird? Export nutzt niemanden im Inland außer den Eigentümern. Zu deren Gunsten ist Deutschlandin den "Standort Deutschland" verwandelt worden.   Zu deren Gunsten wurden und werden öffentliche Einrichtungen und Unternehmen privatisiert, oft zu Spottpreisen verhökert.
Zu deren Gunsten wird per PPP(Privat-Public-Partnership) die Beteiligung von Privatpersonen an allen staatlichen Aufgaben ermöglicht und vorangetrieben. Zu deren Gunsten ist die Schuldenbremse vereinbart und Gesetz geworden, damit der Staat sich künftig aus reinem Geldmangel nicht mehr selbst zu helfen weiß und von den eigenen Gesetzen gezwungen wird, immer noch mehr Aufgaben in die Hände gewinnorientierter Unternehmen zu legen.   Zu gutem Schluss:
und wenn Georg Schramm in der Anstalt dann losdonnert, und seinen Zorn über die Zustände freien Lauf lässt, erntet er Beifall für seine kabarettische Leistung. Aber wer von zu den Zuschauern kommt auf die Idee, dass er ganz nüchtern, aber voller Zorn die Wahrheit sagt.


Zu Gunsten der Milliardäre in diesem Land, wie Porsche, Oetker, Würth, Albrecht Brüder, Quandt, Flick, Schaeffler, Springer, Burda, Leibinger, Stihl, Ullmann, Mohn, Holtzbrínck und viele andere.


Die SPD rennt und rennt und rennt…

 

…aber wohin fragt sich der politisch aufgeklärte Bürger?

Sie rennt ganz offenbar vor der Wahrheit zurück oder anders gesagt: sie beschäftigt sich nicht damit was sie unter ihrem Kanzler Schröder falsch gemacht hat. Müntefering und Steinmeier, die mit hauptverantwortlich waren für der Abkehr  einer sozialen Politik, denken nicht daran, Selbstkritik zu üben. Sie denken daran, mit einer neoliberalen FDP ins Regierungsbett zu steigen, begleitet von einer grünen Partei, die sich leider vor Jahren von ihren Grundsätzen verabschiedet haben. Stellvertretend sei hier Christine Scheel genannt, die ausgewiesene Finanzexpertin. Sie fungiert als Kuratorin in der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Nun braucht man wahrlich nicht viel Fantasie um erkennen, um was für eine Organisation es sich hier handelt. Die Who ist Who Liste gibt eigentlich schon Aufschluss über die Zielsetzung der INSM. Kurz auf den Nenner gebracht: Abbau von der bisherigen Sozialpolitik hin zu mehr Eigenverantwortung, die gar so weit geht, wenn es nach dem Willen der FDP geht,  Kranken- und Rentenversicherung total auf die private Schiene zu legen. Insofern kann  es dann nach der Bundestagswahl im September noch richtig lustig werden – mit oder ohne SPD; denn die FDP wird mit ziemlicher Sicherheit in irgendeinem Bett liegen.

Aber wenden wir uns der SPD zu, die aus ihrem Umfrageloch von etwas über 20% nicht herauskommt, auch ihr Kandidat nicht, der allzu steif, ohne Gesicht, ohne Emotion durch die Landschaft reist. Eigentlich ein Trauerspiel. Ein Trauerspiel, weil man ja der SPD eher helfen möchte, aber die wollen nicht. Sie überlassen auf der einen Seite das Feld den Linken und auf der anderen Seite steht schon die CDU – man kann auch sagen: überall Originale und selbst nur Kopie. Hase und Igel Spiel. Was soll man da noch machen?

Nichts, denn die Sozis heucheln bis die Schwarte kracht. Beispiel Reichensteuer. Unter Kohl betrug der Spitzensteuersatz 53%, vorher übrigens 56%. Die Korken knallten so richtig bei den Reichen als die SPD zusammen mit den Grünen an die Macht kam. Auf 42% sank dieser Wert. Nun soll es nach SPD-Programm eine Erhöhung um 2,5% geben. Wahnsinn!

Die Einnahmen sind immens. Sie würden ca. 1 Milliarde einbringen und nicht einmal ausreichen die Zinsbelastung für die Bankensanierung zu begleichen.

 

Nun muss man allerdings einiges sortieren, damit deutlich wird, wie die ehemalige Volkspartei ihr Volk zum Narren hält.

Wer ist denn nun reich in diesem Land? Die Regierung sagt, ein Single mit 250.000 Euro Jahreseinkommen und ein Ehepaar mit über 500.000 Euro werden so bezeichnet. Diese Leute erarbeiten jedoch ihr Einkommen und müssen dann die entsprechende Steuer zahlen. Und nun kommt die Abgeltungssteuer ins Spiel. Übrigens ein Produkt aus dem Hause Steinbrück, der Zauberer. Diese Steuer besagt, dass Gewinne aus Kapitaleinkünften, Dividenden und… Spekulationsgewinnen mit einem Pauschalsatz von 25% gesetzt sind. Spekulanten und Milliarde sind also gar nicht von dieser so genannten Reichensteuer betroffen.

Wir halten zusammenhängend fest:

Die SPD verschenkte in den letzen Jahren also nicht nur Steuereinkünfte in zweistelliger Milliardenhöhe in Form der Senkung des Spitzensteuersatzes, sie legte auch noch einmal einen zweistelligen Milliardenbetrag pro Jahr oben drauf, indem sie die Steuern auf die „typischen Reicheneinkünfte“ um zusätzlich 17% senkte. Das war aber noch nicht genug! Um die geringer besteuerten Dividendenzahlungen auch richtig sprudeln zu lassen, wurde den Kapitalgesellschaften zudem eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 40% auf 25% gegönnt – auch dieses Geschenk hatte ein Volumen im zweistelligen Milliardenbereich. Wenn man diese großzügigen Geschenke für die Reichen des Landes als Sahnetorte bezeichnen will, so scheute sich die SPD natürlich nicht, diese Torte auch noch mit einer schmackhaften Kirsche zu garnieren – sehr zur Freude des Geldadels schaffte man die Erbschaftssteuer für Betriebsvermögen ab.

Die Zeche, also die Verschuldung dieses Landes, zahlt weiterhin der sogenannte „kleine Mann“. Zudem gibt es keinerlei Bestrebungen, durch gezielte Maßnahmen die Binnenkonjunktur anzukurbeln.

In Erinnerung gerufen werden darf gerne nochmals: das Privatvermögen in Deutschland beträgt 5.000 Milliarden Euro, davon liegen zwei Drittel in der Hand von nur 10% der Bevölkerung. Würde man Vermögen von mehr als einer halben Million Euro mit nur einem (!!!) Prozent besteuern, so würde Herr Steinbrück jährlich 20 Milliarden mehr verbuchen können.

Aber davon ist die SPD weit entfernt und verhält sich lediglich populistisch in der Hoffnung keiner merkt etwas und durchschaut es.

Damit keiner falscher Verdacht aufkommt. Das alles wird nicht besser mit der CDU und FDP – her das Gegenteil ist zu erwarten. Und die Grünen spielen ohne überall mit – Hauptsache an den Fleischtöpfen.

Ein letztes: die SPD hätte schon lange bestimmte Änderungen auf den Weg bringen können. Die Mehrheit im Bundestag ist vorhanden, aber sie will nicht; und sie will nicht wirklich auch einen Mindestlohn. Jetzt nicht und nach der Wahl ebenso wenig. Lola rennt und die SPD ins Leere.

Was tun sprach Zeuss? Warten wir es ab.

 

FDP bekommt Spenden aus der Steueroase Schweiz


Über 75.000 Euro aus der Steuerfluchtburg Schweiz, die derzeit bei vielen Politikern am Pranger steht, konnten sich die FDP und ihr Chef Guido Westerwelle freuen. Als Adresse des Absenders firmierte eine Villa in der Dufourstraße 121 in St. Gallen. Rund 50 wenig bekannte Aktiengesellschaften oder Holdings mit Namen wie Alpha, Omega oder Jupiter logieren in dem überschaubar großen Haus.


Die deutsche Finanzaufsicht BaFin rät möglichen Anlegern bei solchen Anschriften in der Schweiz eher zur Vorsicht.


Auch einige Weggefährten von Westerwelle sind zumindest formal mit dem Spender-Domizil in der Dufourstraße 121 geschäftlich verbunden.


Sein Bruder Kai ist laut Handelsregister Verwaltungsrats-Präsident der dort ansässigen Taishan Invest AG. Jörg Arntz, persönlicher Assistent des FDP-Chefs bis 2007, ist danach Vizepräsident der ebenfalls dort gemeldeten Mountain Super Angel AG, deren Aktien im Freiverkehr an der Frankfurter Börse als sogenannte «Pennystocks« derzeit für unter 40 Cent je Stück gehandelt werden.


Persönlicher Absender der FDP-Spende aus St. Gallen im Jahr 2008 war Cornelius Boersch, der Westerwelle nach eigenen Angaben seit Jahren als Wirtschaftsberater zur Seite steht.


Der FDP-Chef nahm, wie das Bundestags- Handbuch zu den Nebeneinkünften ausweist, in der Vergangenheit wiederholt Einladungen gegen stattliches Honorar zu Vorträgen vor der Schweizer Finanzwelt an.

 

Aber man muss sich über diesen Herrn nicht wundern, eine Bauchrednerpuppe des Kapitals, der Wirtschaft ist wie sie ist - nur eine Puppe, leider jedoch sehr gefährlich für dieses Land.

 




























































































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