GeorgKreisler verstarb dieser Tage. Nachstehend, könnte man sagen, ein letzter Gruß von ihm:
Georg Kreisler, 1922 - 2011
Der Furz
Alles nichts wie Scheiße, Sprach der Staatssekretär, Alter Leute Steiße riechen ordinär, und wenn sie da sitzen, und behördlich schwitzen, kriecht ein Furz durch den Mund, ganz ohne Grund, stinkt sich gesund und tritt dann den Dienstweg an mit Pedanterie, das ist Demokratie!
Er rieselt ins morsche Gehirn Eines senilen Ministers, pieselt als Schweiß durch die Stirn, und der Minister kriegt Durst und leckt sich die Lippen dabei steigt ihm der Furz bis zum Halse, er niest und er ächzt und er schnaubt und er sprüht. Und dann wird es auch dem Minister zu dumm, er macht eine Pause, möcht' gern nach Hause, hält sich den Bauch und dann lässt er den Furz an der richtigen Stelle heraus. Und jetzt ist der Furz nicht mehr nur Geschwätz, sondern ein Gesetz. Zwar noch immer Scheiße, aber präzisiert, daher wird der Furz jetzt sauber registriert. Kommt in eine Mappe Mit einer schönen Klappe Und einer Nummer am Schurz, trifft auch ganz kurz Brüdergefurz Und kriegt einen Stempel, dem geht jeder auf den Leim nämlich das Wort "geheim".
Er kommt ins Parlament, dort wird er manchmal gerochen, aber impotent wird über ihn debattiert. Dann sagt ein Redner: "Hohes Haus, dieser Furz muss raus!" Und das sind die richtigen Worte, die kriegen viel Applaus.
Dann wird der Furz dem Volk geschenkt.
Alles nichts wie Scheiße, sprach der Staatssekretär, aber diese Scheiße ist jetzt im Verkehr, weil sie so bequem ist, weil sie kein Problem ist, schlucken wir sie ganz frei, furzen dabei selber entzwei, was uns zum Menschen macht, anstatt nur zum Vieh. Das ist Demokratie.
Menschen zu töten ist verboten, außer man macht es in großen Mengen unter einer Flagge, dann bekommt man als Auszeichnung einen Orden.
Gegen wie viele Länder muss die USA Krieg führen, bis es offiziell zu einem Weltkrieg erklärt wird?
Die Demokratie heute ist wenn man wählen kann wer einen verarscht!
Die größte Verschwörung seitens der Regierungen ist ihre Behauptung, es gebe keine Verschwörungen der Regierungen.
Ich wollte Milch und bekam die Flasche, ich wollte Eltern und bekam Spielzeug, ich wollte lernen und bekam Zeugnisse, ich wollte Liebe und bekam Moral, ich wollte einen Beruf und bekam einen Job, ich wollte einen Sinn und bekam eine Karriere, ich wollte Glück und bekam Geld, ich wollte die Wahrheit und bekam Lügen, ich wollte Hoffnung und bekam Angst, ich wollte leben ... werde aber gelebt, doch ich bin "Gott sei Dank" aufgewacht!
Sie sagen, der Terrorismus muss bekämpft werden und produzieren ihn selber! Sie sagen, Atomwaffen müssen bekämpft werden und haben sie selber! Sie sagen, Diktaturen müssen bekämpft werden und sind selber eine! Sie sagen, Demokratie muss verbreitet werden und bauen sie bei sich ab! Sie sagen, sie wollen Frieden und verbreiten aber Krieg! Sie sagen, sie kämpfen für Menschenrechte und foltern ohne Reue! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!!!
Das wollen sie von dir: Hab Angst, glotz TV, konsumiere, gehorche, halt's Maul und träum weiter. Deshalb, sei mutig, schalte ab, verzichte, lehn dich auf, sag was und wach auf.
Politiker werden nicht eingesetzt um etwas zu verändern, ihre Aufgabe ist es im Namen der Macht den Status Quo zu erhalten.
Die welche aus Friedensliebe ihre Waffen in Pflugscharen verwandeln, werden für die pflügen, die es nicht gemacht haben.
Volksvertreter vertreten das Volk genau so wenig, wie Zitronenfalter Zitronen falten.
Nahm der Zentralbanker den Medienfürsten am Arm, halt du sie dumm, ich halt sie arm.
Die absurdeste 9/11 Verschwörungstheorie von allen, ist die offizielle Story der US-Regierung, dass ein kranker Bin Laden aus einer Höhle in Afghanistan mit seinen 19 Amateuren, die beste und teuerste Luftwaffe der Welt ausschaltete und Amerika angegriffen hat.
Wir leben in einer Zuschauerdemokratie, wir dürfen zuschauen was die Mächtigen machen.
Wenn man sich nicht für die Wahrheit interessiert, dann wird man zur Strafe von unfähigen korrupten Verbrechern regiert.
CO2 hat einen Anteil von nur 0.0385% an der Atmosphäre (laut Wiki) und der Mensch trägt dazu nur 5% bei (laut UNO Klimabericht), also nur 0.0019%. Dieser winzige Anteil an der Luft soll das Klima verändern? Schwachsinn!!!
Die Behauptung der Klimahysteriker, das CO2 vom Menschen erwärmt das Klima, ist genau so absurd wie die Behauptung, wenn wir ins Meer pinkeln dann erwärmt sich der Ozean.
Die globale Elite produziert keine Werte, sie manipuliert und profitiert nur von den Werten welche wir alle produzieren.
Selber Lebensmittel zu produzieren ist das gefährlichste was man tun kann, denn es besteht die Gefahr die eigene Freiheit zu erlangen!
Warum dürfen Ärzte nicht mehr als einen Tag streiken? Weil dann die Bevölkerung merken würde wie gesund sie ohne sie wird.
Die Hauptaufgabe einer jeden Regierung ist die Nation auszuplündern.
Bush und seine Version des 11. September zu glauben, Bin Laden und 19 islamische Terroristen haben den World Trade Center zerstört, ist genau so wie wenn man Hitler und seine Lüge glaubt, es waren die Kommunisten die den Reichstag angezündet haben. Dabei ist bewiesen, sie haben beide es selber gemacht und einem "Feind" in die Schuhe geschoben, damit beide ihre Form der Ermächtigungsgesetze, der Etablierung der Diktatur und der Kriege rechtfertigen können.
Menschen glauben nur an das was sie sehen. Da sie nur noch in die Glotze gucken glauben sie an Lügen.
Warum heißen Geldscheine so? Weil sie nur den Schein eines Geldwertes geben. Wörter haben eine Bedeutung.
SCHON GEWUSST?
10 Prozent in diesem Land besitzen über 60 Prozent des Volksvermögens
1 Prozent verfügen über die Hälfte allen Kapitals und 60 Prozent haben überhaupt kein Vermögen.
Nachgedacht
Allein schon dieses Wort ist eigentlich eine Frechheit. Da denkt so ein Rentner nach, macht sich Gedanken über Vorkommnisse der letzten Monate in Deutschland und stößt da auf Merkwürdigkeiten.
Da tauchen also CD´s mit Namen von Leuten auf, die Steuern hinterzogen haben, das Geld in die Schweiz geschleppt haben und nun ganz reuig (Aber hallo) sich melden, ein paar Milliönchen an den Fiskus zahlen, um straffrei zu bleiben und im nächsten Moment denselben Straftatbestand zu begehen. Ein Hartz IV Empfänger wird es wohl nicht gewesen sein, der darf ohnehin nur kalt duschen – ist ja auch gesünder, sagt Herr Sarrazin von der Bundesbank, der noch SPD Mitglied ist.
Hartz IV Empfänger werden es auch nicht in Köln gewesen sein, die aus dem U-Bahn Bau die Stahlträger weggeschleppt haben. Logistisch keine leichte Aufgabe wie man sich denken kann.
Auch werden Hartz IV Empfänger irgendwelchen Ministerpräsidenten im Lande keine Messestände anbieten – zu einem ordentlichen Preis versteht sich.
Und auch werden ALG II Bezieher, wie Hartz-Leute ganz offiziell heißen, bei der Berliner S-Bahn keine Wartungsprotokolle manipuliert haben.
Und die katholische Kirche hat noch immer ein mehr als gestörtes Verhältnis zur Sexualität und geht deshalb mehr als nur halbherzig an die Aufklärung der Vergehen von Vorgesetzten an Schutzbefohlene heran. Eine angemessene Entschuldigung fehlt doch bis heute.
Der Schreiber fragt sich all diesen Vorfällen: kann es sein, dass das alles mit einander irgendwie zu tun hat, obwohl es für sich betrachtet doch alles Einzelfälle sind? Könnte es sein, dass wir die Systemfrage stellen sollten? Ein Vorsitzender einer freiheitlichen Partei im Deutschen Bundestag, zu dem noch Außenminister, sprach ja von spätrömischer Dekadenz.
Also mal ehrlich: haben volltrunkene Sozialhilfeempfänger mit ihren leeren Bierdosen die Berliner S-Bahn lahmgelegt?
Und was ist mit vielen Menschen, die ihr schwer verdientes Geld bei den Finanzdienstleistern verloren haben, weil diese sich selber die Taschen voll gestopft haben?
Kann es sein, dass Herr Westerwelle irgendwie von einem Problem ablenken wollte? Von dem Problem nämlich, dass die so genannte gesellschaftliche Elite – das obere Fünftel (!!!) auf das untere Drittel einschlägt und diese aus ihren Arbeitsverhältnissen wegen einer abgebissenen Bulette entlässt.
Kann es sein, dass es in diesem Land ein Ethik-Problem gibt? Kann es sein, dass wir wirklich eine geistig-politische Wende bzw. Erneuerung brauchen?
Kann es sein, dass sich die Elite mal hinsetzen sollte und ihre Hausaufgaben machen sollten?
Anstatt immer und immer wieder auf die einzuschlagen, die zu Opfern gemacht wurden und nun als Täter beschimpft werden, muss die Gesellschaft die wahren Täter benennen. Und das sind nun mal nicht jene, die im Monat 359 Euro Sozialhilfe erhalten oder mit 1000 EURO Rente auskommen müssen oder einen Stundenlohn von weit unter 8 Euro hinnehmen müssen.
Derzeit darf bezweifelt werden ob diese Debatte geführt werden kann? Ob sie überhaupt angezettelt werden will. Sozialverbände und Gewerkschaften zum Beispiel, die originär dafür berufen wären, ducken sich leider weg und beteiligen sich nur mit kurzen Statements bei tagesüblichen dekadenten Bemerkungen bestimmter Leute. Schade.
Schade auch deshalb, weil die oft zitierte 68er Generation (die beschimpft man heute gern) stehen geblieben ist, nicht weiter diskutiert hat, sondern Irangas verkaufen will (Joschka Fischer) oder eben russisches Gas (Gerhard Schröder). Aber darauf wartet der gemeine Bundesbürger, wer gewinnt von den Beiden? Ein Trauerspiel.
Zum Jahreswechsel 2009/2010:
Mit Spannung erwartet: Die Schlagworte der Obersten!
„Wir haben die Maßlosigkeit der Finanzakteure erlebt …; Taten, die uns an die Grenzen des Verstehens geführt haben …; Geldmuss den Menschen dienen …; wir alle müssen gemeinsam …; es darf nicht wieder sein, dass …; Wohlstand muss untenankommen …usw.“. Wenn trotz dieser Jahresend-Einsichten erfahrungsgemäß kaum Aussicht besteht, dass die Politik im neuen Jahr auf den Punkt kommt, kommen kann – oder will – oder „darf“ – und rotiert, wird sie mit Sicherheit erst einmal wieder „Eckpunkte“ festlegen. Eckpunkte beruhigen im Vorfeld und suggerieren Verlässlichkeit („liebe Bürgerinnen und Bürger, wir nehmen die Probleme sehr ernst; wir werden sehr sorgfältig prüfen“!).
Wenn jedoch aus der Rotation des „Ernstnehmens“ und „Prüfens“ und “Ernstnehmens“innerhalb der Eckpunkte keineGeradlinigkeit sichtbar wird, sondern nur Trapezstückchen hervorgehen, dann sollte man sich an die Quadratur des Kreises erinnern!
Was letztlich unten bei den Menschen ankommt, ist schlicht und ergreifend - statt Schlagobers – „Saure Sahne“!
Freya E.Fresena, Ostfriesland
„Nie wieder!“
Ellen Rohlfs - nach Erich Fried ein „ trockenes Gedicht“ 7.8.05
Deutsche Kolonialoffiziere und -Soldaten
Begingen unter Führung von General von Trotha
den Völkermord an den Hereros in Südwestafrika.
Das war 1904.
Die deutsche Regierung
war vom deutschen Botschafter in Aleppo gut informiert
über die Vertreibung und den Völkermord an den Armeniern in der Türkei -
Sie mischte sich nicht ein.
Das war 1915.
Die deutsche Nazi-Regierung
Beging den Genozid am jüdischen Volk.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung, wusste oder ahnte wenigstens darum
und schaute weg.
Das war von 1933-1945.
Danach hieß es entsetzt nicht nur von den Überlebenden der KZ:
„Nie wieder!“
Die deutsche Regierung heute „unterhält enge Beziehungen
zu Israel“ und kennt die Ziele der rechts-extremen, rassistischen Regierung:
Palästina und Ost-Jerusalem araberrein zu machen,
d.h. ethnische Säuberung also Transfer und „Politizid“*
Die Regierung schickt dennoch U-Boote und Panzer-Ersatzteile
und unterstützt so eine brutale, unterdrückerische Besatzung,
auch den Bau der monströsen Apartheidmauer .
Sie sieht nur die Opfer der einen – und schweigt
zu den weit größeren Opfern der anderen Seite.
Sie schweigt zu Kriegsverbrechen. Das ist eindeutig Mittäterschaft.
Das geschieht heute – 2005.
Resümee:
Deutschland beteiligte sich in nur 100 Jahren
Aktiv und direkt, indirekt oder passiv an vier Verbrechen gegen die Menschheit.
Ich bin fassungslos. „J’accuse!“
Nie wieder ? Nirgendwo?
Wir sprechen hier über Menschen erster und zweiter Klasse
Rentner und Milliardäre …die bevorzugten Bevölkerungsgruppen
"Es kann ja wohl nicht sein, dass in der Krise eine Bevölkerungsgruppe bevorzugt behandelt wird“
Dieser Satz, der auf breite, allgemeine Zustimmung hin formuliert ist, gehört zu der Propaganda-Munition, mit der schon wieder auf die Rentner geschossen wird, bevor die sich überhaupt selbst zu Wort gemeldet haben.
Da wird eine Show abgezogen, deren Dramaturgie sich
·von der wahlkampfrelevanten
·Rentenerhöhung im Sommer dieses Jahres, über
·die wahlkampfrelevanten Zusicherungen von SPD und CDU, diese Erhöhung
·würde im Jahr 1 nach der Wahl nicht sofort wieder weggestrichen hin zu der
·trivialen Erkenntnis erstreckt, dass nur durch die formelgerechte Renten- Leistungs-
·Kürzung ab 2010 die fest eingeplante Renten-Beitrags-Senkung gewährleistet
·werden könne
·um dann die Rentner mit dem Knüppel "Bevorzugte Bevölkerungsgruppe"
·soweit einzuschüchtern, wie es zur Wahrung des Sozialen Frieden
·erforderlich scheint.
In einem Filmchen,
dass vom ZDF-Morgenmagazin mit großer Raffinesse zusammengeschnitten
wurde, um genau diese Botschaft zu transportieren (wobei ich auch annehme, dass man lange gesucht hat, bis auch bei Frau Künast die zum Film passende Aussage gefunden wurde.
Schmierenkomödie!
Wenn es in dieser Republik eine bevorzugte Bevölkerungsgruppe gibt,
dann sind das nicht die Rentner, nicht die Arbeiter und Angestellten, auch nicht die - mit großer Perfidie so genannten - "Besserverdienenden".
Es ist eine ganz andere Bevölkerungsgruppe, eine mikroskopisch kleine Bevölkerungsgruppe, es ist die Gruppe der Superreichen.
Das ManagerMagazin hat ihnen im letzten Jahr ein Spezialheft gewidmet "Die 300 reichsten Deutschen"
Die 300 reichsten Deutschen verfügten zum Zeitpunkt der Recherche des ManagerMagazins über ein Vermögen von 470 Milliarden Euro.
In dieser Bevölkerungsgruppe hält man sich Vorstände und Aufsichtsräte, so wie sich kleine Leute Kanarienvögel und Wellensittiche halten, und lässt diese auf der großen Bühne der Aufgeregtheiten als Sündenböcke für Verluste und Stellenabbau, genauso wie für Gewinne und Stellenabbau geradestehen, ja man freut sich sogar darüber, wenn Volk und Politik fordern, die Gehälter dieser Manager zu deckeln und ihre Verantwortung zu erhöhen, denn letztlich steigert auch das nur wieder den Gewinn jener bevorzugten Bevölkerungsgruppe, die in der Öffentlichkeit, von wenigen Ausnahmen abgesehen, weitgehend unbekannt ist.
Vorneweg rangieren in Deutschland die Albrecht Brüder Karl und Theodor. Die Herren von Aldi Süd und Aldi Nord, kommen gemeinsam auf ein Vermögen von annähernd 35 Milliarden Euro.
und denen folgen dann noch rund 200 Namen mit Vermögen von 350 bis 950 Millionen Euro.
Diese Bevölkerungsgruppe ist extrem bevorzugt.
·Zu deren Gunsten hat man aufgehört, Steuern auf
·Vermögen zu erheben,
·
·zu deren Gunsten wurde die Erbschaftssteuer reformiert,
·mit dem Zweck, Unternehmen ohne lästige Erbschaftssteuer
·zu vererben.
·
·Zu deren Gunsten wurde die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge
·eingeführt, deren Steuersatz von 25% für "gewonnenes
·Geld" deutlich unter dem Satz von 42 Prozent für "erarbeitetes
·Geld" liegt, der den sogenannten Besserverdienenden am Ende
·der Lohnsteuerskala ab 52.552 Euro Jahreseinkommen zugemutet
·wird.
·
·Zu deren Gunsten werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung,
·zur Rente, zur Krankenversicherung gesenkt, gedeckelt, begrenzt
·und die Arbeitgeberanteile eingefroren, denn was als Arbeitgeberanteil
·nicht an die Sozialkassen abgeführt werden muss, fließt
·als Gewinn an die Aktionäre.
·
·Zu deren Gunsten wurden die Hartz-Gesetze erlassen, denn
·was der Staat nicht an die Sozialkassen überweisen muss,
·dass kann man per Steuergesenk an die Unternehmen
·und deren Eigentümer durchreichen.
·
·Zu deren Gunsten werden Banken gerettet, denn es sind
·ihre Vermögen, die erhalten werden, wenn der Staat wertlose
·Schrottpapiere ankauft und dafür Schulden aufnimmt, für
·deren Zinsen am Ende das ganze Volk in alle Ewigkeit durch mehr
·Arbeit für weniger Geld aufkommen muss, solange nicht eine
·hilfreiche Inflation daherkommt.
·
·Zu deren Gunsten fährt die EZB eine strikte Anti-Inflations-Politik,
·denn Inflation vernichtet große Vermögen, Deflation
·erhöht ihren Wert.
·
·Zu deren Gunsten stehen deutsche Soldaten wieder in aller
·Welt im Einsatz, um den Zugriff auf die Ressourcen zu sichern,
·von denen sie glauben, sie hätten ein angestammtes Recht
·darauf (und dabei tun sie nichts anderes, als alle Ressourcen
·innerhalb kürzester Zeit in Schrott und Müll zu verwandeln
·und sich goldene Nasen daran zu verdienen).
·
·Zu deren Gunsten wird die Abwrackprämie ausgeschüttet,
·denn es sind ihre Fabriken, die erhalten werden, damit sie trotz
·der bestehenden Überkapazitäten weiter gut daran verdienen
·können.
·
·Zu deren Gunsten ist Deutschland Exportweltmeister und
·produziert Exportüberschüsse. Was hat die werteschaffende
·Bevölkerung denn davon, dass mehr exportiert wird, als importiert
·wird? Absolut nichts. Was über die Grenze in den Export geschickt
·wird, kann im Inland niemand nutzen - und was nicht importiert
·wird, kann auch niemand nutzen. Die Differenz ist der pure Gewinn
·für die Eigentümer der Exportwirtschaft. Was im Inland
·benötigt wird, wäre auch ohne Exportüberschuss
·verfügbar - man könnte sogar die Arbeitszeit bei vollem
·Lohnausgleich reduzieren.
·
·Zu deren Gunsten ist Deutschland in den "Standort
·Deutschland" verwandelt worden,
·
·Zu deren Gunsten wurden und werden öffentliche Einrichtungen
·und Unternehmen privatisiert, oft zu Spottpreisen verhökert,
·
·Zu deren Gunsten wird per PPP (Privat-Public-Partnership)
·die Beteiligung von Privatpersonen an allen staatlichen Aufgaben
·ermöglicht und vorangetrieben
·
·Zu deren Gunsten ist die Schuldenbremse vereinbart und
·Gesetz geworden, damit der Staat sich künftig aus reinem
·Geldmangel nicht mehr selbst zu helfen weiß und von den
·eigenen Gesetzen gezwungen wird, immer noch mehr Aufgaben in
die Hände gewinnorientierter Unternehmer zu legen. Und da stellen sie sich hin, und lassen im ZDF herumlabern, dass man die Rentner in der Krise nicht dadurch bevorzugen dürfe, dass man ihnen in Aussicht stellt, die Renten nächstes Jahr nicht zu kürzen.
Es wäre zum Totlachen,
aber offenbar nimmt die Komik dieser Argumentation schon gar niemand mehr wahr.
Und wenn Georg Schramm in der Anstalt dann losdonnert, und seinem Zorn über die Zustände freien Lauf lässt, dann erntet er Beifall für seine kabarettistische Leistung. Aber wie viele der amüsierten Zuschauer kommen wohl auf die Idee, dass der Mann auf der Bühne nicht der arme Irre ist, für den er sich ausgibt, sondern womöglich nur versucht, ihnen ganz nüchtern, aber voller Zorn, die Wahrheit zu sagen?
Viele können es nicht sein. Es wird ja immer noch gesendet.
Middelhoff,Karstadt, Arcandor und natürlich Bertelsmann und Metro
Wir reden ja hier über einige Arbeitsplätze, um es mal salopp auszudrücken, ohne die Beschäftigten beleiden zu wollen. Für Beleidigungen sind wahrlich andere zuständig, die es täglich betreiben – man könnte geneigt sein zu sagen, das ist deren Job.
Womit wir beim Thema wären. Herr Middelhoff, bekannt im Land (nicht aus Funk und Fernsehen oder doch?), ehemals Vorstand bei Bertelsmann, dann Karstadt und nun gründete er eine Investmentgesellschaft in London. Mit dabei Roland Berger(ja der, der auch mitverantwortlich für Arbeitsplatzvernichtung ist) und Florian Lahnstein (Sohn von Manfred, früher Finanz- und Wirtschaftsminister und Vorstand bei Bertelsmann). Mit im Boot auch als Aufsichtsräte Wolfgang Clement, Manfred Lahnstein und Mark Wössner (früher auch Bertelsmann, jetzt aktiv in diversen Gremien der deutschen Industrie und Banken).
Manche sprechen hier auch, wie ich meine, richtigerweise von einer Bertels-Heuschrecke.
Wir halten weiter fest: Karl-Gerhard Eick, frischer Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG, sitzt auch im Kuratorium der Bertelsmann-Stiftung und hat gute Verbindungen zu Haniel, die wiederum den Hauptanteil bei der Metro innehaben.
Es soll jetzt hier keinen Roman geben, der die Verflechtungen bis ins Letzte aufzählt – so viel Zeit steht nicht zur Verfügung. Lediglich ein wenig soll dargestellt werden, was und wie und mit wem in diesem Lande etwas läuft.
An anderer Stelle habe ich ja schon die Bertelsmann-Group im Auge. Sie nehmen sich alles was im Wege steht und bestimmen maßgeblich dieses Land. Mit Duldung der Politik, derzeit sehr stark mit beteiligt Frau Merkel.
Dennoch will ich dies nicht vorenthalten, da die Diskussion über die Zukunft von Karstadt weiter ganz heiß ist:
Das ist eine süße Pressemitteilung. Denn seit dem 1. März 2009 ist der ehemalige Telekom-Vize-Chef Karl-Gerhard Eick neuer Vorstandschef von Arcandor, als Nachfolger von Ex-Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff. Eick sitzt im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, gemeinsam mit E.ON-Chef Wulf Bernotat, der wiederum als Anteilseignervertreter auch im Aufsichtsrat von Metro sitzt (Haupteigentümer: Franz Haniel & Cie.,Otto Beisheim, Schmidt-Ruthenbeck). Wahrscheinlich machen beide immer einen großen Bogen um das Thema "Zusammenschluss", wenn sie sich treffen. Zumal auch Bertelsmann-Aufsichtsratsvize-Chef Jürgen Strube gute Verbindungen zur Metro-Eingentümerfamilie Haniel hat. Er sitzt im Kuratorium der operativ tätigen, "gemeinnützigen" Haniel-Stiftung – übrigens gemeinsam mit Gesine Schwan und Sascha Spoun, seines Zeichen Präsident der Bertelsmann-gesteuerten Leuphana-Universität Lüneburg.
Bertelsmann ist also personell eng mit dem Haniel-Clan – Miteigentümer von Metro – verbandelt.
Wenn Arcandor durch Ex-Bertelsmann Middelhoff Pleite geht, dann hat das also für Bertelsmann-Freundin und Arcandor-Konkurrentin Haniel/Metro nur Vorteile. Übrigens will Metro RFID-Technik flächendeckend einführen.Das findet sicher die Zustimmung von Arvato. Und bei so viel personellen Überschneidungen kommt man bestimmt ins Geschäft. Bertelsmann-Finanzchef Rabe war vor Kurzem bereits als neuer Haniel-Chef im Gespräch, doch daraus wurde bisher nichts.
Und hier nachgeschoben die Geschäftspraktiken von Herrn Middelhoff – oder auch: Wie verdiene ich selbst am meisten und wie schaffe ich es soviel Arbeitsplätze wie möglich zu vernichten.
Am 12. Juni werden für den Handels- und Touristikkonzern Arcandor Kredite in Höhe von 650 Millionen Euro fällig. Zu Arcandor – ehemals Karstadt-Quelle – gehören die drei Konzernbereiche Karstadt, Primondo (ehemals Quelle) und die Hälfte des Touristikkonzerns Thomas Cook. Wenn der Staat keine Bürgschaften übernimmt, wollen die Banken die Kredite nicht verlängern. Dann drohe die Insolvenz, droht jetzt Arcandor. Außerdem will Arcandor einen 200-Millionen-Kredit von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im Dezember 2009 geht das Spiel weiter, dann müssen Kredite über 950 Millionen verlängert werden. Wie entstand das Problem? Die traditionellen Kaufhäuser verlieren seit Langem ihre beherrschende Stellung: Die Kaufkraft eines großen Teils der Kunden schrumpft seit 20 Jahren. Fachmärkte, Internet- und Versandhandel expandieren. 1998 fusionierte die Kaufhauskette Karstadt mit dem Versandhaus Quelle. Seitdem wird »saniert«. Die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz holte Thomas Middelhoff, den ehemaligen Bertelsmann-Chef, der sich in London als Private Equity-Finanzjongleur niedergelassen hatte: Er vertrat die »Heuschrecke« Investcorp, die Gelder aus dem Golfstaat Bahrein profitabel anlegen soll. Middelhoff wurde zunächst Vorsitzender des Aufsichtsrats von Karstadt-Quelle, dann des Vorstands. Middelhoff verkaufte die zu Karstadt-Quelle gehörenden Bekleidungsketten Sinn Leffers und Wehmeyer. Um sie günstig loszuschlagen, übernahm der Konzern Bürgschaften gegenüber den Vermietern dieser Tochterunternehmen. Middelhoff verkaufte Neckermann, schließlich auch 74 Karstadt-Warenhäuser an die britische Heuschrecke Dawny Day. Mit den Erlösen kaufte er von der Lufthansa den 53-Prozent-Anteil am englischen Reiseveranstalter Thomas Cook. Er entließ tausende Beschäftigte und zwang denen, die bleiben durften, als »Sanierungsbeitrag« heftige Gehaltsverzichte ab. 86 000 Arbeitsplätze sind es insgesamt noch, 52 000 in den 92 Warenhäusern und im Versandhandel. Viele Karstadt-Häuser wurden an Immobilien-Firmen verkauft, z. B. an den Esch-Oppenheim-Immobilienfonds, an Goldman Sachs und Deutsche Bank. Da kam zwar erstmal Geld rein, aber die Rückmieten sind enorm hoch. Konzernchef Middelhoff ist übrigens als Anleger an vier dieser Immobilienfonds beteiligt – sein Gewinn ist um so höher, je höher die Mieten sind. Middelhoff sanierte sich selbst und wirtschaftete das Unternehmen nach Private Equity-Methode in wenigen Jahren herunter: Er brachte kurzfristig Geld in die Kasse, aber verschuldete das Unternehmen auf mittlere Sicht hoffnungslos. Allein die Mietschulden betragen 1,26 Milliarden Euro, der Verlust beläuft sich auf 746 Millionen. Die Aktie stürzte von 30 Euro auf 1 Euro 39 Cent ab. Im Februar 2009 schied der angebliche Sanierer unter Mitnahme eines »Sonderbonus« von 2,3 Millionen hastig aus, bevor die Wahrheit ganz ans Licht kam. Bevor der Staat hier nun direkte Hilfen etwa in Form von Bürgschaften gibt, müsste er die Verantwortlichkeiten und die Möglichkeiten des Konzerns klären. Da sind zunächst die Eigentümer. Sie tun gegenwärtig so, als gäbe es sie gar nicht, und von den Medien und Gewerkschaften werden sie geschont. Es sind vor allem die beiden Großaktionäre: Die Bank Sal. Oppenheim (28,6 Prozent) und die Quelle-Erbin Schickedanz (26,7 Prozent). Sie müssten vom Staat verpflichtet werden, für ihr Eigentum zu sorgen. Warum sollen sie nicht mit ihren zweistelligen Milliardenvermögen die Bürgschaften stellen, bevor nach dem Staat gerufen wird? Und warum soll der Staat nicht die Auflage machen, dass Arcandor zunächst die Anteile am Touristikkonzern Thomas Cook verkauft und damit das Tochterunternehmen Karstadt saniert? Und die Banken, die für die Verlängerung der Kredite die staatlichen Bürgschaften verlangen – welche Banken sind das eigentlich? Sind es zufälligerweise vielleicht Banken, die sowieso schon vom Staat gerettet werden, z. B. mit Hilfe von Bürgschaften? Tatsächlich: Commerzbank, BayernLB und die Royal Bank of Scotland sind die Hauptkreditgeber – sie gehören zu den größten Empfängern von Staatshilfen! Bei der Commerzbank ist der Staat selbst Hauptaktionär. Die BayernLB wird aus dem Haushalt des Freistaats Bayern und von den Sparkassen gestützt. Die Royal Bank of Scotland ist in England zur Hälfte verstaatlicht. Natürlich, durch die Bankenrettung sind sie frech geworden und verlangen immer mehr staatliche Stütze. Die Gewerkschaft ver.di verlangt ebenfalls Staatshilfe, um die Arbeitsplätze zu retten. Ver.di hat sich während des ganzen Jahrzehnts angeblicher »Sanierung« nicht um die Finanzartistik hinter den Kulissen, insbesondere in der Ära Middelhoff, und nicht um die Umbrüche im Warenhandel gekümmert. Wenn man dann »plötzlich« vor der Insolvenz steht, ist die Forderung nach Staatshilfe die einfachste Lösung, zu der es keine Alternative zu geben scheint. Ver.di hat von Anfang an der Dummenfang-Strategie der Bundesregierung zugestimmt. »Wir kennen keine Schuldigen und keine Verantwortlichen, wir kennen nur noch einen nationalen Notstand«: Wenn wir die Banken nicht retten, geht die Volkswirtschaft unter, heißt die Regierungsmaxime. Das Gegenteil ist richtig: Nur wenn die krisenverursachenden Finanzpraktiken beendet werden, kann die Realwirtschaft genesen. Bei Karstadt macht ver.di weiter wie bei der Bankenrettung. Wer bis zuletzt die Augen verschließt und sich nicht um die Rahmenbedingungen kümmert, handelt verantwortungslos und wird am Ende auch keine Arbeitsplätze retten können. Dr. Werner Rügemer, Jahrgang 1941, ist Philosoph, Vorsitzender des Netzwerkes Business Crime Control und arbeitet als Publizist, Berater und Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. Zuletzt erschien von ihm »›Heuschrecken‹ im öffentlichen Raum: Public Private Partnership – Anatomie eines globalen Finanzinstruments«. Für Oktober dieses Jahres ist sein neues Buch »Arbeitsunrecht. Anklagen und Alternativen« angekündigt.
Müssen die Nonnen nun alles ins Lot bringen?
Es entsteht der Eindruck, als wenn es so wäre. „Sie sei nur Gott Rechenschaft schuldig“, sagt die amerikanische und katholische Nonne Patricia Daly.
Man darf sie getrost eine revolutionäre Person nennen. Denn dass, was sie mit vielen Mitstreitern auf den Weg bringt, ist wahrlich ein kleiner Aufstand.
Somit bewahrheitet sich: die Hoffnung stirbt zuletzt oder auch Es geht auch anders.
Der Reihe nach. Frau Daly bringt die Topmanager in Amerika zum Schwitzen. Ihr Prämisse heißt: Es ist unsere Pflicht, darauf zu aufzupassen, wie Geld ausgegeben und auf unserem Planeten verteilt wird. Sie geht auf klaren Konfrontationskurs mit den mächtigsten Konzernen und will diese tatsächlich zur Umkehr zwingen. Sie ist hartnäckig, hat somit Durchsetzungsvermögen und ganz wichtig Sachkenntnis, dieses verbunden mit Gottvertrauen bringt sie nicht aus der Ruhe bzw. Unruhe. Ihr Vorteil: sie kennt die Produkte, Zulieferer und Rivalen jeder Firma. Man kann ihr also nichts vormachen, sie ist sehr oft immer einen Schritt voraus.
Und sie hat Erfolg, auch wenn einiges Zeit braucht. Nichts kommt aus dem Nichts. Ihr Beharrlichkeit zeigt seine Wirkung. Sie hat zum Beispiel geschafft, den Autokonzern Ford zu einer vertraglichen Zusage zu bewegen, bis 2020 bei der neuen Autoflotte die Emissionen um bis zu 30% zu senken.
Weitere Einsatzfelder sind die Bekämpfung der Erderwärmung, die Einführung besserer Kreditvergabestandards der Banken und die Wucherkredite im Kreditkartengeschäft. Aber auch die Mitsprache der Aktionäre beim Festsetzen der Chefgehälter steht oben auch der Wunschliste. Ebenso sind Mitstreiterinnen wie die ebenso katholische Nonne Valerie Heinonen dabei den Rüstungskonzern Lockheed dazu zu bringen, den Weltraum waffenfrei zu belassen.
Es gibt also viel zu tun, haben sich diese Frauen und die Organisation ICCR gesagt, packen wir es an.
Das Interfaith Center on Corporate Responsibility(ICCR) hat sich vor ca. 40 Jahren aus Protest gegen die Vietnam-Krieg gegründet und ist eine Gemeinschaft von 275 Kirchen, Synagogen und buddhistischen Glaubensgemeinschaften. Mit einem Vermögen von 100 Milliarden Dollar ist das ICCR einer der mächtigsten Anleger an der Wall Street. Natürlich nutzt Frau Daly dies aus, wenn es mal darum geht, Firmeninhaber wissen zu lassen, wem ihr Laden eigentlich gehört. Sie ist das ganze Jahr unterwegs, um für Reformen nicht nur zu werben, sondern auf Aktionärsversammlungen Mehrheiten zu erlangen für ihre Anliegen. Es geht um soziale Standards, es geht um Umweltauflagen, es geht ihr um die Zukunft. Umdenken hat sie sich auf die Fahne geschrieben und mutiert zu einer gefragten Person – in Talkshows ebenso wie in einschlägigen Wirtschaftsjournalen.
Was lernen wir daraus? 1. Es geht auch anders und 2. Nicht aufgeben!
Die Grundlage für diese Einschätzung entnahm ich dem Rheinischen Merkur vom 28.Mai 2009
Ich denke, so würden ihn einige gerne sehen.
Doch leider zieht er die Fäden weiterhin und zwar nach Gutdünken bzw. nach seiner Fasson.
Das Wort Demokratie in den Mund zu nehmen, dürfte ihm schwer fallen.
Russland wird also noch viele Jahre brauchen, um dort Strukturen zu haben, die auch Gerechtigkeit und Offenheit beinhalten.
Was hat Berlusconi mit Deutschland zu tun?
Wer nicht erst seit gestern das Weltgeschehen und vor allem die dahinter stehenden Personen beobachtet,
wird erkennen, dem Volke dienen ist eigentlich zur Farce geworden und spielt lediglich eine untergeordnete Rolle.
Der italienische Ministerpräsident Berlusconi zeigt mehr als deutlich was er von Menschen hält,
die ihm anvertraut worden sind und... die ihn leider auch gewählt haben. Das jüngste Beispiel waren
ja seine Äußerungen im Erdbebengebiet, indem er seinen Landleuten als "Trost" mit in die nächsten
Wochen gab: "Nehmt Euer Leiden gelassen, seht es doch als Ferienlager. Ihr habt doch alles, ein Bett,
zu essen, zu trinken, einen Schlafsack." Verachtender kann man wirklich nicht sein.
Und nun die Peinlichkeit mit einer 50 Jahre jüngeren (er könnte der Großvater sein) zu poussieren.
Das könnte dem Beobachter eigentlich egal sein, wäre er nicht Ministerpräsident eines nicht so unbedeutenden
Landes.
Ich darf hier ergänzend eine Meinung von Albrecht Müller, Mitherausgeber der Nachdenkseiten anführen:
Anmerkungen zu Berlusconi und zur fortschreitenden Berlusconisierung Europas
Die Nachrichten und Berichte aus Italien treffen auf unsere erstaunlich abgestumpften Gemüter. Was wir in diesen Tagen darüber lesen, wie Berlusconi mit seiner Ehefrau und dem politischen Gegner umspringt, und wie er seine Medienmacht und seine politische Macht hemmungslos nutzt , das führt schon kaum mehr zu der nahe liegenden Frage, ob wir es hier noch mit demokratischen Verhältnissen zu tun haben. Am vergangenen Sonntag zum Beispiel, dem Tag der Pressefreiheit, war in deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern zwar von China die Rede aber nicht von Italien. - Die Demokratie in Italien ist an ihrem Ende angekommen. In vielen anderen Ländern einschließlich Deutschlands und Frankreichs sieht es nicht sehr viel besser aus. Medienmacht und finanzielle Macht hebeln die demokratische Kontrolle aus. Albrecht Müller
Die privaten Medienmacher haben politische Kontrolle schon lange nicht mehr zu fürchten. Im Gegenteil, sie kontrollieren über weite Strecken die Politik. Das gilt nicht nur für die großen Unternehmen, nicht nur für Bertelsmann, Springer, WAZ, Sat1 etc. Auch kleinere Medienunternehmen haben sich entscheidende Freiräume zur Ausschaltung der politischen Kontrolle erobert.
Nachbemerkung zu Berlusconi und Europa:
Er und seine politische Bewegung, die Partei PDL „Volk der Freiheit“, sind Bestandteil der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU und CSU gehören. Die Machenschaften von Berlusconi einschließlich seiner privaten Eskapaden werden von den Konservativen Europas gedeckt.
Vielleicht sollten Sie Ihre konservativen Bekannten auf diese Nähe aufmerksam machen und deutlich machen, wie unseriös Europas Konservative eingefärbt sind.